Besuch des Ffter Gymnasiums. Ab 1691 Theologiestudium in Hamburg, Kiel, Leipzig und Gießen. Danach wirkte R. zunächst als Pfarrer in Nieder-Erlenbach. 1705 wurde er als Prediger nach Ffm. berufen, war von 1732 bis kurz vor seinem Tod lutherischer Konsistorialrat und stand damit am Ende der langen Tradition der R. im Predigeramt in Ffm.
Der konservative Protestant R. war einer der ersten Ffter Kirchenhistoriker von Bedeutung. 1723 gab er eine Biographie des evangelischen Theologen
Matthias Flacius Illyricus heraus. 1726 veröffentlichte er den ersten Band des „Evangelischen Denkmals der Stadt Ffm.“ (über kirchengeschichtliche Ereignisse von der Reformation bis 1555). Als Quellengrundlage dienten ihm hierfür u. a. die Schriften und Urkunden aus dem Nachlass seines Vorfahren
Matthias R. Als Fortsetzung über die Zeit bis 1600 lag lediglich ein Manuskript vor. Erst im 19. Jahrhundert, seit Anton Kirchner, wurden R.s Forschungen weitergeführt.
Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 201,
.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
).