Rumpf, Philipp

Rumpf, Peter Philipp. Prof. Maler und Radierer. * 19.12.1821 Ffm., Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.† 16.1.1896 Ffm.
Sohn eines Konditormeisters.
R. begann unter der Anleitung von Johann Nepomuk Zwerger eine Ausbildung als Bildhauer (1835-38), wechselte dann aber zur Malerei über und studierte bis 1842 bei Karl Friedrich Wendelstadt, Heinrich Rustige und Jakob Becker. Unzufrieden mit den Lehrmethoden am Städel, nahm R. mit einer Gruppe anderer Maler Unterricht bei Angilbert Göbel. 1844 eröffnete er eine Zeichen- und Malschule für Töchter vornehmer Familien, vor allem aus Kreisen der Bundestagsgesandten. Diese Lehreinrichtung bestand bis 1859. In dieser Zeit unternahm er mehrere Kunstreisen nach Dresden, München, Italien und Paris. 1854 hatte sich R. dem Kronberger Malerkreis angeschlossen; fortan verlebte er die Sommermonate in Kronberg, bis er 1875 dauerhaft dorthin übersiedelte. Die letzten Lebensjahre verbrachte er wieder in Ffm.
Der vielseitige Künstler widmete sich neben der Landschaftsmalerei und dem Porträt vor allem der Genremalerei aus dem Alltagsleben, wofür ihm seine eigene vielköpfige Familie häufig die Motive lieferte.
1888 Verleihung des Professorentitels.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 226f., verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Renkhoff, Otto: Nassauische Biographie. Kurzbiographien aus 13 Jahrhunderten. Wiesbaden 1985, 2., überarb. Aufl. 1992. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau XXXIX).NB 1985, S. 334f., Nr. 1922.
Literatur:
                        
Museum Giersch der Goethe-Universität (Hg.): Romantik im Rhein-Main-Gebiet. Katalogredaktion: Mareike Hennig, Manfred Großkinsky, Birgit Sander, Susanne Wartenberg, Linda Baumgartner. Petersberg 2015.Kat. Romantik im Rhein-Main-Gebiet 2015, S. 104, 278.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/5.110.

GND: 119372134 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2020 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Rumpf, Philipp. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/966

Stand des Artikels: 11.4.1995