Schlegel, Dorothea (von)

Schlegel, Dorothea Friederike (eigentl.: Brendel; seit 1815: von), geb. Mendelssohn, in 1. Ehe gesch. Veit. Schriftstellerin. * 24.10.1763 Berlin, † 3.8.1839 Ffm.
Mit ihrem Mann Friedrich Sch., der damals als österreichischer Legationssekretär am Bundestag wirkte, lebte Sch. seit April 1816 in Ffm. Das Ehepaar wohnte in einem Gartenhaus in der Nähe des Palais Thurn und Taxis, wo der Bundestag seinen Sitz hatte. Wegen eines Gichtleidens unternahm Dorothea von Ffm. aus 1817 eine Bäderkur in Wiesbaden. Angesichts der unsicheren finanziellen Lage des Ehepaars verließ sie im Frühjahr 1818 Ffm., um vorübergehend bei ihren Söhnen aus erster Ehe in Rom zu leben.
Als Philipp Veit, ihr jüngerer Sohn, 1829 zum Städeldirektor berufen wurde und auf Zureden der Mutter die Stellung annahm, kam die inzwischen verwitwete Sch. im September 1830, schon vor Ankunft des Sohnes, nach Ffm., richtete ihm eine Wohnung an der Schönen Aussicht ein und lebte seitdem zusammen mit dem Sohn und dessen Familie hier. 1834 zog die Familie mit Sch. in die Buchgasse um; außerdem hatten sie eine Sommerwohnung in Bornheim gemietet. Bei einem Besuch bei Sch. in Ffm. lernte ihr Neffe Felix Mendelssohn Bartholdy seine spätere Frau Cécile Jeanrenaud kennen.
In ihren Briefen an Verwandte und Freunde berichtete Sch. über das Leben in Ffm.
Porträtiert u. a. von Philipp Veit.
Grabstätte auf dem Ffter Hauptfriedhof (Gewann B 180).

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 286, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Allgemeine Deutsche Biographie. Hg. durch die Historische Commission bei der Königlichen Akademie der Wissenschaften. 56 Bde. München/Leipzig 1875-1912.Franz Muncker in: ADB 31 (1890), S. 372-376. | Dick, Jutta/Sassenberg, Marina (Hg.): Jüdische Frauen im 19. und 20. Jahrhundert. Lexikon zu Leben und Werk. Reinbek 1993. (rororo Handbuch 6344).Dick/Sassenberg: Jüd. Frauen 1993, S. 328-331. | Brinker-Gabler, Gisela/Ludwig, Karola/Wöffen, Angela: Lexikon deutschsprachiger Schriftstellerinnen 1800-1945. München 1986. (dtv 1680).Lex. deutschsprachiger Schriftstellerinnen, S. 272-274. | Neuer Nekrolog der Deutschen. Hg. v. Friedrich August Schmidt. 30 Bde. Ilmenau 1823-54.Neuer Nekr. 17 (1839), 2, S. 1089-1092. | Schindel, Karl Wilhelm Otto A. von: Die deutschen Schriftstellerinnen des neunzehnten Jahrhunderts. 3 Teile in 1 Bd. Nachdr. d. Ausgabe von 1823-25. Hildesheim 1978.Schindel: Schriftstellerinnen 2 (1825), S. 260f. | Wilpert, Gero von: Deutsches Dichterlexikon. Biographisch-bibliographisches Handwörterbuch zur deutschen Literaturgeschichte. 3., erw. Aufl. Stuttgart 1988. (Kröners Taschenausgabe, Bd. 288).Wilpert: Dt. Dichterlex., S. 705.
Literatur:
                        
Friedrichs, Elisabeth: Die deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein Lexikon. Stuttgart 1981. (Repertorien zur deutschen Literaturgeschichte, Bd. 9).Friedrichs: Schriftstellerinnen 1981, S. 269.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/3.822.

GND: 118607979 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Schlegel, Dorothea (von). Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/1061

Stand des Artikels: 8.5.1995