Valckenborch (III), Martin van

Valckenborch (III), Martin van. Maler. * um 1585 Aachen, † 5.9.1635 Ffm.
Sohn von Martin van V. (I).
Kurz vor der Übersiedlung seines Vaters nach Ffm. geboren, erhielt V. seine künstlerische Ausbildung in Ffm. und Italien, wo er 1602 in Venedig von Lucas Kilian (1579-1637) porträtiert wurde. Gemeinsame Jahre mit Adam Elsheimer in Rom sind wahrscheinlich. Rückkehr nach Ffm. und Heirat (1609) mit der wohlhabenden Kaufmannstochter Maria van Ninhofen. Im Großen Hirschgraben neben dem Zimmerhof führte V. einen vornehmen Haushalt. Seine beiden Töchter Abigail und Barbara betrieben gewerblich eine Bildstickerei. In den Fettmilch-Aufstand verwickelt, musste V. nach Niederschlagung der Revolte eine beträchtliche Geldbuße entrichten. 1635 starb er an der Pest.
V. wandte sich als erster Vertreter der Familie der Porträtmalerei zu. Mehr als 50 Bildnisse werden ihm zugerechnet, darunter zahlreiche Miniaturen auf „Contrefaitbüchslein” genannten silbernen Dosen. Für die Wahlstube (das spätere Kurfürstenzimmer) im Römer malte V. 1633 den „Triumphzug des Sesostris oder Historie von vier Königen, die am Wagen ziehen”.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 498, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Thieme, Ulrich/Becker, Felix: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bde. Leipzig 1907-50.Thieme/Becker 34 (1940), S. 50. | Zülch, Walther Karl: Ffter Künstler 1223-1700. Ffm. 1935, unveränderter Nachdr. 1967.Zülch, S. 488-490.

© 2021 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Valckenborch (III), Martin van. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1574

Stand des Artikels: 16.6.1995