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Wanebach, Familie von

Ffter Patrizierfamilie.

Die Herkunft der Familie ist unbekannt. Erstes urkundlich belegtes Mitglied der Familie in Ffm. ist Wigand von W., der 1263 dem Rat der Stadt angehörte. Dessen Sohn Werner von W. war von 1276 bis 1294 Ratsherr. Wigel von Wanebach, der Sohn Werners, saß ebenfalls im Rat der Stadt und ging vor allem durch seine Stiftung der Liebfrauenkirche in die Ffter Geschichte ein. Mit seiner Ehefrau Katharina von W. starb der Ffter Zweig der Familie aus.
W.höfchen im alten Rathauskomplex. W.straße in Eschersheim.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 533, verfasst von: Birgit Weyel.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Literatur:
                        
Börchers, Sabine: 101 Frauenorte in Fft. [Ffm.] 2016.Börchers: 101 Frauenorte 2016, S. 124f.
Quellen: ISG, Fichard: Ffter Geschlechtergeschichte (Best. S4l), 347 Faszikel mit Materialsammlungen über die bedeutendsten Familien der Stadt, [ca. 13. Jh.] bis ca. 1810.ISG, Fichard 318.
2 herausragende Vertreter der Familie in Ffm.

Wanebach, Katharina von

Wanebach, Katharina von, geb. vom Hohenhaus. Stifterin. † 9.8.1335 Ffm.
Dritte Ehefrau des Wigel von W.; das Datum der Eheschließung ist unbekannt.
Da Katharina ohne männliche Nachkommen war, führte sie nach dem Tod ihres Mannes zusammen mit ihrer Tochter oder Stieftochter Gisela Frosch, geb. von W. († 4.2.1326), das Werk ihres und deren Mannes fort. Gemeinsam setzten die beiden Frauen mittels einer Anreicherung der Stiftung durch, dass die von Wigel von W. und dessen Schwiegersohn Wigel Frosch († 1324) gestiftete Liebfrauenkapelle 1325 zu einer Kollegiatstiftskirche erhoben wurde.
Die überaus fromme und mildtätige Katharina von W. widmete noch zahlreiche weitere Schenkungen kirchlichen Zwecken. Auch dem Hospital zum heiligen Geist machte sie zur Versorgung der Kranken eine bedeutende Stiftung. In ihrem Testament verfügte sie, dass drei ihrer Häuser zur Aufnahme alleinstehender Frauen und Mädchen in Beginenhäuser umgewandelt werden sollten. Ein großer Teil ihres Vermögens fiel dem Liebfrauenstift zu.

Literatur:
                        
Kasper, Birgit/Schubert, Steffi: Nach Frauen benannt. 127 Straßen in Ffm. Hg. v. Frauenreferat der Stadt Ffm. Ffm. 2013.Kasper/Schubert: Nach Frauen benannt 2013, S. 82.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/132.

Wanebach, Wigel von

Mitstifter der Liebfrauenkirche.
Wanebach, Wigel von. Politiker. Stifter. † 18.11.1322 Ffm.
Sohn des Ratsherrn Werner von W. Verheiratet in dritter Ehe mit Katharina von W., geb. vom Hohenhaus.
Erstmals 1299 urkundlich erwähnt.
Seit 1304 im Rat der Stadt Ffm.
Wigel von W. hatte großen Grundbesitz in Ffm. und dessen ländlicher Umgebung. 1308 erwarb er zusammen mit seiner ersten Frau, die ebenfalls Katharina hieß, ein Viertel aller Häuser und Grundstücke auf dem Rossebühel (dem späteren Liebfrauenberg). Um 1318 stiftete er hier zusammen mit seinem Schwiegersohn Wigel Frosch eine Liebfrauenkapelle. Noch bis ins 16. Jahrhundert wurde der Platz, auf dem die Kapelle erbaut worden war, im Volksmund „zu den Wigeln” genannt.
Der Grabstein von Wigel von W. in der Liebfrauenkirche zeigt den Stifter mit einem Modell der von ihm gestifteten Kapelle in seiner linken Hand.

Lexika: Die Baudenkmäler in Ffm. Bearb. v. Carl Wolff, Rudolf Jung und Julius Hülsen. Hg. v. Architekten- und Ingenieur-Verein. 3 Bde. Ffm. 1896/1898/1914.Baudenkmäler 1 (1896), S. 121-150 (Liebfrauenkirche), bes. S. 121-123, 140, 148.
Quellen: ISG, Fichard: Ffter Geschlechtergeschichte (Best. S4l), 347 Faszikel mit Materialsammlungen über die bedeutendsten Familien der Stadt, [ca. 13. Jh.] bis ca. 1810.ISG, Fichard 318.

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Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit: Wanebach, Familie von. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1675
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Stand des Artikels: 18.4.1995