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Cassella, Leopold

Cassella, Leopold. Eigentl. (bis 1812): David Löb Cassel. Kaufmann. * 8.12.1766 Friedberg/Hessen, † 25.3.1847 Ffm.
C. heiratete 1798 Nannette Reiß, Tochter eines Ffter Seidenhändlers, und eröffnete zusammen mit seinem Schwager Isaac Elias Reiß ein Spezereiwarengeschäft in der Judengasse, später in der Schnurgasse/Ecke Borngasse. Die Firma „Cassel & Reiß“ wandte sich dann hauptsächlich dem Import von Farbstoffen und Farbhölzern aus Indien, China und Südamerika zu. Das Unternehmen betrieb zudem von 1812 bis wahrscheinlich 1826 eine Zuckerraffinerie in der Rittergasse (später: Klingergasse). Am 17.2.1812 Bürgereid und Namensänderung. Seit 1814 Mitbesitzer des Compostellhofs, den C. als Lager nutzte, wodurch er den Farbhandel ausbauen konnte. Seit 1820 Alleininhaber der Firma.
C. selbst war kinderlos, doch wuchs die Tochter seiner Schwester Hendle, Rosette Goldschmidt, in seinem Haus auf. Rosette heiratete 1828 Ludwig Ahron Gans (1794-1871), einen Mitarbeiter C.s, der schon seit 1822 Prokura hatte und mit der Heirat als Teilhaber in die Firma aufgenommen wurde. Nach dem Tod C.s wurde Gans Alleininhaber der Firma „Leopold Cassella & Co.“. Fritz und Leo Gans, die Söhne von Ludwig Ahron und Rosette Gans, wandten sich 1870 der chemischen Farbenherstellung zu und begründeten damit die eigentlichen C.-Werke, die in der nächsten Generation an Arthur und Carl von Weinberg, die Enkel von Ludwig Ahron und Rosette Gans, übergingen.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 128f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Neue Deutsche Biographie. Hg. v. d. Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Bisher 27 Bde. (bis Wettiner). Berlin 1953-2020.Franz Lerner in: NDB 3 (1957), S. 167.
Literatur:
                        
Arnsberg, Paul: Die Geschichte der Ffter Juden seit der Französischen Revolution. Hg. v. Kuratorium für Jüdische Geschichte e. V., Ffm. Bearb. u. vollendet durch Hans-Otto Schembs. 3 Bde. Darmstadt 1983.Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. III, S. 25, 132, 159, 519 Anm. 398. | Frankfurt – Lebendige Stadt. Vierteljahreshefte für Kultur, Wirtschaft und Verkehr. Hg. v. Ernst A. Ihle unter Mitwirkung des Verkehrs- und Wirtschaftsamtes der Stadt Ffm. 34 Jahrgänge. Ffm. 1956-90.Gerlach, Heinz: Leopold Cassella. Ein Ffter Handelsmann der Goethezeit. In: FLS 1966, H. 4, S. 47-55.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/5.417.

GND: 116468556 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2022 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Cassella, Leopold. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1935

Stand des Artikels: 3.9.1987