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Dielmann, Johannes

Schöpfer des Schillerdenkmals.

Dielmann, Johannes (auch: Johann). Bildhauer. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 26.10.1819 Ffm., Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.† 24.10.1886 Ffm.
Sohn eines Sachsenhäuser Weingärtners. Verheiratet (seit 1848) mit Catharina Henriette Anna Maria D., geb. Lohn (1819-1875). Vater des Architekten Richard D. (1848-1923).
Von 1833 bis 1839 Schüler am Städel, seit 1835 bei Johann Nepomuk Zwerger, später bei Matthäus Krampf. Dann Modelleur in der Sachsenhäuser Eisengießerei. Nach Studium in München unter Schwanthaler (seit 1843) kehrte D. nach Ffm. zurück und übernahm Aufträge für Innenausstattungen. Sein erster größerer Auftrag war die Ausschmückung des Tanzsaals im Haus Bethmann. Das gute Gelingen dieser Arbeit trug dazu bei, dass D. weitere Aufträge, auch auswärtige (Schloss Meiningen, Schloss Philippsruhe bei Hanau), bekam. In Ffm. war er u. a. mit Arbeiten in der Weißfrauenkirche beschäftigt (Altargestühl, Kanzel, Orgelempore, 1857; kriegszerstört). Im Schillerjahr 1859 gewann D. den ersten Preis für den Entwurf eines Schillerdenkmals, das in Bronze ausgeführt und 1864 in Ffm. eingeweiht wurde. Außerdem schuf D. eine Büste von Friedrich Maximilian Klinger im Bürgerverein.
Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Mitteldeutschen Kunstgewerbe-Vereins. Mitglied der Loge zur Einigkeit.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 155, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Dessoff, Albert: Kunst und Künstler in Ffm. im 19. Jahrhundert. 2. Bd.: Biographisches Lexikon der Ffter Künstler im 19. Jahrhundert. Ffm. 1909.Dessoff, S. 31f. | Kaulen, Wilhelm: Freud’ und Leid im Leben deutscher Künstler. Ffm. 1878.Kaulen, S. 364-368. | Schrotzenberger, Robert: Francofurtensia. Aufzeichnungen zur Geschichte von Ffm. 2., vermehrte u. verbesserte Aufl. Ffm. 1884.Schrotzenberger, S. 51. | Thieme, Ulrich/Becker, Felix: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bde. Leipzig 1907-50.Thieme/Becker 9 (1913), S. 233f.
Literatur:
                        
Von Köpfen und Körpern. Ffter Bildhauerei aus dem Städel. Katalog zur Ausstellung im Museum Giersch. Ffm. 2006.Ffter Bildhauerei 2006, S. 88, 98, 115.
Quellen: ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbücher, Ffm., 1533-1848 bzw. 1849-1939.Eintrag der Heirat mit Catharina Henriette Anna Maria Lohn, 22.5.1848: ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbuch 33 (1846-48), S. 467, Nr. 103. | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/6.448.

GND: 105045958X (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2022 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Dielmann, Johannes. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2013

Stand des Artikels: 12.11.1987