Rumpf, Carl

Rumpf, Anton Carl (auch: Karl). Bildhauer. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 24.3.1838 Ffm., Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.† 5.5.1911 Ffm.
Sohn des Architekten Friedrich R.
Ab 1853 Beginn der künstlerischen Ausbildung am Städel. Fortsetzung der Studien in Nürnberg (wo R. auch eine Lehre in einer Eisengießerei absolvierte), München, Dresden und Italien. Seit 1870 Bildhauer in Ffm.
R. war zeitweise Vorsitzender der Ffter Künstlergesellschaft.
Zu R.s Ffter Arbeiten zählen u. a. das nördliche Giebelfeld am neuen Ffter Opernhaus, die Parzen und die vier Lebensalter darstellend (1875/76), die Figuren „Handel“ und „Industrie“ am neuen Börsengebäude (1877/78), die Gruppe „Vergnügungsreise“ in der Bahnsteighalle des Hauptbahnhofs (1886/87), die Restaurierung der Kreuzigungsgruppen auf dem Domfriedhof (1885) und dem Peterskirchhof (1895), das Porträtmedaillon Philipp Jacob Speners an der Paulskirche (1892), die Standbilder von Fichard und Spener auf der Attika des angebauten Magazinflügels der Stadtbibliothek am Obermaintor (1893; kriegszerstört 1944) sowie die Sandsteinfiguren „Francofurtia“ und „Karl der Große“ am Rathausneubau (1903). Zudem schuf er die Grabdenkmäler für den ermordeten Polizeirat Rumpff (1886) und den Kunsttheoretiker Veit Valentin (1902) sowie die Marmorbüsten von Goethes Eltern, dem jungen Goethe und Marianne von Willemer im Goethe-Museum (1897-1904).

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 226, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Dessoff, Albert: Kunst und Künstler in Ffm. im 19. Jahrhundert. 2. Bd.: Biographisches Lexikon der Ffter Künstler im 19. Jahrhundert. Ffm. 1909.Dessoff, S. 124.
Literatur:
                        
Ebrard, Friedrich Clemens: Die Stadtbibliothek in Ffm. Im Auftrage der städtischen Behörden aus Anlaß der Vollendung des Erweiterungsbaues hg. (...). Ffm. 1896.Ebrard: Stadtbibliothek 1896, S. 111. | Von Köpfen und Körpern. Ffter Bildhauerei aus dem Städel. Katalog zur Ausstellung im Museum Giersch. Ffm. 2006.Ffter Bildhauerei 2006, S. 113-115.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/7.841.

GND: 118895001 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2020 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Rumpf, Carl. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/965

Stand des Artikels: 11.4.1995