Tischbein, Familie

Hessische Künstlerfamilie.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 481, verfasst von: Birgit Weyel.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Allgemeine Deutsche Biographie. Hg. durch die Historische Commission bei der Königlichen Akademie der Wissenschaften. 56 Bde. München/Leipzig 1875-1912.Louis Katzenstein in: ADB 38 (1894), S. 362-371. | Thieme, Ulrich/Becker, Felix: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bde. Leipzig 1907-50.Thieme/Becker 33 (1939), S. 205-215.
Literatur:
                        
Maisak, Petra/Kölsch, Gerhard: Ffter Goethe-Museum. Die Gemälde. „... denn was wäre die Welt ohne Kunst?“ Bestandskatalog. Hg. v. Freien Deutschen Hochstift. Ffm. 2011.Maisak/Kölsch: Gemäldekat. d. Ffter Goethe-Museums 2011, S. 297-315.

GND: 12361712X (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
3 herausragende Vertreter der Familie in Ffm.

Tischbein, Anton

Tischbein, Anton Wilhelm. Maler. * 1.3.1730 Haina, † 1.11.1804 Hanau.
Schüler seines Bruders Johann Valentin T. 1753 Lehrling an der Akademie in Den Haag. Seit 1765 in Ffm. und Hanau tätig. In Hanau seit 1769 Hofmaler und Mitglied der 1772 gestifteten Zeichenakademie.
Gruppenbildnis der Familie von Borries (um 1770/75) und andere Arbeiten von T. im HMF.

Literatur:
                        
Kern, Ursula (Hg.): Blickwechsel. Ffter Frauenzimmer um 1800. Historisches Museum, Ffm. Ffm. 2007.Kern (Hg.): Blickwechsel 2007, S. 110-117, 257-260. | Maisak, Petra/Kölsch, Gerhard: Ffter Goethe-Museum. Die Gemälde. „... denn was wäre die Welt ohne Kunst?“ Bestandskatalog. Hg. v. Freien Deutschen Hochstift. Ffm. 2011.Maisak/Kölsch: Gemäldekat. d. Ffter Goethe-Museums 2011, S. 297f.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/240.

Tischbein, Jacob

Tischbein, Heinrich Jacob. Maler. * 16.10.1760 Haina, † 6.1.1804 Ffm.
Schüler seines Bruders Johann Heinrich T. d. J. (1742-1808). Studium an der Akademie in Dresden. 1792 ließ sich T. in Ffm. nieder. Dazu veranlasst worden war er wahrscheinlich von seinem Schwager, dem Pferdemaler Johann Georg Pforr, der seit 1784 mit T.s Schwester Johanna Christiane (?-1800) verheiratet war. T. unterstützte Pforr bei einigen Arbeiten und gab vermutlich Unterricht im Zeichnen.

Lexika: Gwinner, Philipp Friedrich: Kunst und Künstler in Ffm. vom 13. Jahrhundert bis zur Eröffnung des Städel’schen Kunstinstituts. Ffm. 1862. Ergänzungsbd. Ffm. 1867.Gwinner, S. 363.
Literatur:
                        
Maisak, Petra/Kölsch, Gerhard: Ffter Goethe-Museum. Die Gemälde. „... denn was wäre die Welt ohne Kunst?“ Bestandskatalog. Hg. v. Freien Deutschen Hochstift. Ffm. 2011.Maisak/Kölsch: Gemäldekat. d. Ffter Goethe-Museums 2011, S. 298.

Tischbein, Wilhelm

Schöpfer des Bildes „Goethe in der Campagna di Roma”.
Tischbein, Johann Heinrich Wilhelm, gen. „Goethe-T.”. Maler. Radierer. Altertumsforscher. Kunstsammler. * 15.2.1751 Haina, † 26.6.1829 Eutin.
Im November 1786 machte T. in Rom die Bekanntschaft Goethes, auf dessen Empfehlung er schon 1783 ein Italien-Stipendium von Herzog Ernst von Gotha erhalten hatte. Goethe zog in T.s Wohnung ein und blieb bis zum April 1788 in Rom.
In dieser Zeit fertigte T. Skizzen Goethes an und begann sein berühmtes Bildnis des Dichters, das Goethe selbst niemals vollendet gesehen hat und das später wesentlich zum hohen Bekanntheitsgrad T.s beigetragen hat: „Goethe in der Campagna di Roma”. Das Bild befand sich 1846 nachweislich im Besitz von Carl Mayer von Rothschild und hing seit den 1850er Jahren in der Villa Günthersburg bei Ffm., die Carl Mayers Sohn Mayer Carl von Rothschild mit seiner Familie als Sommersitz bewohnte. 1887 gelangte es als Geschenk von dessen Tochter, Adèle de Rothschild (Paris), in das Städelsche Kunstinstitut, wo es seitdem einen zentralen Platz einnimmt.
Rückenansicht Goethes, aus dem Fenster der römischen Wohnung schauend (Aquarell, 1787), im Besitz des Freien Deutschen Hochstifts.
1987 Ausstellung im Ffter Goethe-Museum. 2018 Briefmarke der Deutschen Post mit der Abbildung von T.s Gemälde „Goethe in der Campagna“.
T.straße in Sachsenhausen.

Literatur:
                        
Lenz, Christian: Tischbein. Goethe in der Campagna di Roma. [Ffm.] 1979.Lenz: Tischbein 1979. | Maisak, Petra/Kölsch, Gerhard: Ffter Goethe-Museum. Die Gemälde. „... denn was wäre die Welt ohne Kunst?“ Bestandskatalog. Hg. v. Freien Deutschen Hochstift. Ffm. 2011.Maisak/Kölsch: Gemäldekat. d. Ffter Goethe-Museums 2011, S. 311-315. | Sarkowicz, Hans: Hessen hat ein Gesicht. Außergewöhnliche Persönlichkeiten gestern und heute. Ausgewählt von Klaus Eiler, Volker Mosbrugger, Hans Sarkowicz, Klaus Pohl, Bernd Loebe, Juliane Kuhlmann und Klaus Euteneuer. Ffm. 2013.Sarkowicz: Hessen hat ein Gesicht 2013, S. 134-136. | Schulte-Strathaus, Ernst (Hg.): Die Bildnisse Goethes. München 1910. (Propyläen-Ausgabe von Goethes Sämtlichen Werken, Erstes Supplement).Schulte-Strathaus (Hg.): Bildnisse Goethes 1910, Nr. 65-67. | Seng, Joachim: Goethe-Enthusiasmus und Bürgersinn. Das Freie Deutsche Hochstift – Ffter Goethe-Museum 1881-1960. Göttingen 2009.Seng: Freies Deutsches Hochstift 2009, S. 175, 241, 364, 368, 534. | Wahl, Hans (Hg.): Goethe im Bildnis. Leipzig [1930].Wahl (Hg.): Goethe im Bildnis 1930, Nr. 29 (m. Erl. auf S. 61) und 96 (m. Erl. auf S. 68).
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/1.179.

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Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit: Tischbein, Familie. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1500
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Stand des Artikels: 25.8.1995