Sohn von
August Friedrich M. und dessen Ehefrau Maria Elisabetha Margaretha, geb. Neef (1776-1838).
Nach dem Tod des
Vaters sollte M. die Seifen- und Lichterfabrik weiterführen. Zunächst übernahm sein Bruder Friedrich Caspar M. (1802-1866) den väterlichen Betrieb, da M. im Zuge der Demagogenverfolgung 1834 wegen Teilnahme am revolutionären „Männerbund“ verhaftet und in die Konstablerwache verbracht worden war. Man verdächtigte ihn außerdem der Beteiligung am Ffter Wachensturm 1833 und der versuchten Studentenbefreiung aus der Konstablerwache 1834. Diese beiden Anklagepunkte konnten ihm nicht nachgewiesen werden, jedoch war seine aktive Beteiligung am „Männerbund“, der den Umsturz der Ordnung des Deutschen Bundes zum Ziel hatte, nachgewiesen durch Teilnahme an den Sektionssitzungen, für die er selbst einen Raum angemietet hatte, Verteilung von Flugschriften und Teilnahme an Exerzierübungen, die auch im Hause seines Bruders, des Tuchbereitermeisters Johann Caspar M. (1804-1852), stattgefunden hatten. Die später entstandene Geschichte, M. habe durch ein Fußbad einen Gefängniswärter abgelenkt, um seinen Mithäftlingen zum Ausbruch aus der Konstablerwache zu verhelfen, gehört in das Reich der Legenden. Nach der rechtskräftigen Verurteilung wegen versuchten Hochverrats 1837 verbüßte M. eine zweijährige Haft in der Festung Hartenberg bei Mainz, u. a. mit Dr. jur.
Friedrich Siegmund Jucho und Dr. med.
Karl Bunsen.
Nach seiner Entlassung 1839 kehrte M. in den väterlichen Betrieb zurück, den er von 1840 bis 1843 zusammen mit seinem Bruder Friedrich Caspar M. unter der Bezeichnung „Gebrüder Mouson“ führte. In den folgenden Jahrzehnten wies er die Richtung für den Ausbau und die Entwicklung von der kleinen Fabrik zu einem weltbekannten Kosmetikunternehmen. Noch 1843 wurde die Firma in „J. G. Mouson & Co.“ umbenannt. M. nahm Friedrich Bachfeld in die Firma auf, der, seit etwa 1844/45 als Kompagnon, für den kaufmännischen Bereich zuständig war. Bereits 1844 begann M., den Schwerpunkt von der Seifen- und Lichterproduktion auf Feinseifen und Parfümerien umzustellen. Die angestrebte Qualitätserhöhung erreichte er durch Schulung des Arbeiterpersonals. Seit 1851 ließ er eine Sodasiederei in Bornheim betreiben. Die Lichterfabrikation wurde 1858 aufgegeben. Anfang der 1860er Jahre baute M. die Verkaufsorganisation aus; es wurden erste Verkaufsniederlassungen in Paris und London eröffnet.
Ende der 1850er/Anfang der 1860er Jahre nahm M. seine Neffen
Daniel und
Jacques in den Betrieb auf, die 1878 zu Teilhabern wurden. Das Gelände des Ffter Stammhauses in der Breiten Gasse, inzwischen durch Ankäufe umliegender Gebäude und Grundstücke erweitert, fiel 1879 in das Gebiet des Straßendurchbruchs zur Verlängerung der Zeil nach Osten und bot danach keine Ausdehnungsmöglichkeiten mehr. Daher errichtete M. mit seinen Neffen von 1880 bis 1881 eine neue Fabrikanlage nach Plänen von Daniel Walluf im damaligen Bergweg (der heutigen M.straße) im Ostend.
Unter M. und seinen Neffen wurden nach Einführung der gesetzlichen Sozialversicherung noch bis etwa 1900 die Beiträge für das gesamte Personal von der Firma übernommen.
M. blieb zeit seines Lebens überzeugter Demokrat, war unter Ausnahme des Jahres 1865, als er der Gesetzgebenden Versammlung angehörte, aber nicht mehr politisch aktiv.
M. war unverheiratet und kinderlos; seine Neffen
Daniel und
Jacques M. führten das Unternehmen fort.
Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 68,
).