Thomas, Kurt

Kurt Thomas

Kurt Thomas
Fotografie (vermutlich 2. Hälfte der 1930er Jahre; im Privatbesitz von Teuto Rocholl, Ffm.).

© Teuto Rocholl, Ffm.
Thomas, Georg Hugo Kurt. Prof. Komponist. Musikpädagoge. Chorleiter. * 25.5.1904 Tönning/Eider, † 31.3.1973 Bad Oeynhausen.
Von 1922 bis 1925 Studium der Musik in Leipzig, wo Thomaskantor Karl Straube (1873-1950) zu T.ʼ Mentor wurde und seine Auffassung der Werke Johann Sebastian Bachs entscheidend prägte, und der Komposition bei Arnold Mendelssohn (1855-1933) in Darmstadt. Mit seiner Messe in a-Moll op. 1 und der im Juli 1927 in Ffm. aufgeführten Markuspassion wurde T. zu einer der führenden Gestalten der kirchenmusikalischen Erneuerungsbewegung der 1920er Jahre. Von 1925 bis 1934 Dozent am Leipziger Konservatorium. Von 1934 bis 1939 Professor für Chorleitung an der Musikhochschule Berlin. Sein dreibändiges „Lehrbuch der Chorleitung“ (1935/48) gilt bis heute als Standardwerk.
1939 wurde T. vom Reichserziehungsministerium in Berlin berufen, die Leitung des Musischen Gymnasiums in Ffm. zu übernehmen, einer Eliteschule mit Internat für musikalisch besonders begabte männliche Schüler. Die Idee einer solchen Schule geht zurück auf den jüdischen, 1933 zur Emigration gezwungenen Musikpädagogen Leo Kestenberg (1882-1962), dessen Konzept die Nazis für ihre Zwecke benutzten. T. weigerte sich zunächst, die Stelle anzutreten, akzeptierte dann aber, nachdem man ihm mit einem „Führerbefehl“ gedroht hatte. In Verhandlungen gelang es ihm durchzusetzen, dass die Schule frei von Einflüssen der Partei blieb. Für alle schulischen Maßnahmen beanspruchte T. die alleinige Verantwortung. Die musikpädagogische Aufgabe, die ihn lockte, erforderte zwar „Zugeständnisse an das Regime“; im Bereich der Schule versuchte T. jedoch, „seine (...) künstlerischen Ideale zu bewahren und weiterzugeben“ [Emil Platen in: MGG, 2. Aufl., Personenteil 16 (2006), Sp. 779]. Ohne ein kirchliches Amt zu haben, setzte er sich im „Dritten Reich“ immer wieder energisch für die Kirchenmusik ein und pflegte trotz verschiedener Widerstände protestantische Musikkultur.
Von 1939 bis 1945 leitete T. das Musische Gymnasium, das in der Villa Buchenrode im Stadtteil Niederrad untergebracht war. Der ursprüngliche Besitzer, der evangelisch getaufte Industrielle jüdischer Herkunft Arthur von Weinberg, hatte das Anwesen unter erheblichem Druck der Nationalsozialisten 1938 an die Stadt Ffm. verkauft; den ohnehin relativ niedrigen Kaufpreis musste er zur Bezahlung der „Sühneleistungen“, die der NS-Staat den Juden nach dem Novemberpogrom auferlegt hatte, direkt an die Finanzkasse abführen.
Den Eltern seiner Schüler versicherte T. bei deren Eintritt ins Internat: „Das Musische Gymnasium wird eine Stätte gegenseitiger Achtung, hervorragender Ausbildung und ohne politische Einflussnahme sein.“ (Zit. nach Heymel: Geschichte der Kirchenmusik in der EKHN 2016, S. 81.) Zeitzeugen haben dargelegt, dass T. als Direktor des Musischen Gymnasiums seine Schüler niemals im nationalsozialistischen Sinn beeinflusst, sondern sie, soweit es ihm möglich war, zu schützen versucht habe. Auf kirchliche Bindungen der Schüler wurde Rücksicht genommen, was der vom „Dritten Reich“ betriebenen kirchenfeindlichen Politik der „Entkonfessionalisierung“ widersprach. Die von der Schulleitung ermöglichte Erteilung von Religions- und Konfirmandenunterricht war für Schüler und Eltern „ein Hinweis darauf, daß das Musische Gymnasium keine Napola (...) und (...) keine ‚Parteischule‘ gewesen ist“, in der „nationalsozialistischer Weltanschauungsunterricht“ erteilt worden wäre (Heldmann: Musisches Gymnasium Ffm. 2004, S. 243). Nicht wenigen rettete T. das Leben, indem er schriftliche Meldungen von Schülern zur Waffen-SS nicht weiterleitete und die Schüler so vor einem Einsatz an der Front bewahrte. Der Knabenchor des Musischen Gymnasiums errang bei Konzertreisen im In- und Ausland zahlreiche Erfolge; nach dem Krieg konnte eine Reihe von Schülern („Musensöhnen“) in wichtige künstlerische Positionen aufsteigen.
1940 wurde T., ohne dies beantragt zu haben, zum Mitglied der NSDAP ernannt. Im Dezember 1943 wurde das Haus Buchenrode durch Bomben zerstört. T. führte daraufhin ab Mai 1944 den Unterrichtsbetrieb in Untermarchtal an der Donau weiter. Nach Kriegsende wurde das Musische Gymnasium von den alliierten Besatzungsbehörden aufgelöst. T. hatte zunächst Berufsverbot und stand mit seiner Familie vor dem Nichts. In einem Spruchkammerverfahren vom 20.6.1947 attestierte man ihm, er sei „niemals Aktivist im Sinne des Nationalsozialismus“ gewesen. Sein Fall wurde „auf der Grenze zwischen der der Mitläufer und der Entlasteten“ eingestuft.
Auf die Initiative des Pfarrers und späteren Dekans Martin Schmidt hin konnte T. als Kantor der Dreikönigsgemeinde in Ffm. arbeiten (1945-56), wo er zusammen mit dem Organisten Helmut Walcha sonnabendliche Vespern (Geistliche Abendmusiken) in der Dreikönigskirche veranstaltete. Außerdem leitete er den Chor des Cäcilienvereins (1950-56) und hatte zugleich von 1947 bis 1955 eine Professur an der Nordwestdeutschen Akademie in Detmold inne. Nach dem Krieg hat T. mit der Kantorei der Dreikönigsgemeinde vielen jungen Menschen im zerstörten Ffm. neuen Lebenssinn gegeben. Vor allem mit Aufführungen Bach’scher Werke erwarb er sich, nicht zuletzt durch Chorreisen in viele westeuropäische Länder, in den Nachkriegsjahren großes Ansehen. So trug er dazu bei, dass deutsche Kirchenmusik im Ausland als Symbol der Versöhnung verstanden wurde. Die Kantorei knüpfte 1953 auf Wunsch der Bundesregierung erste kulturelle Kontakte zu den ehemaligen Kriegsgegnern. Sie trat in Frankreich, Italien, Spanien, Holland, Belgien und England auf. Bei einem Konzert in der Kathedrale von Caen, das auf Einladung der französischen Regierung stattfand, wurde am Neujahrstag 1956 Bachs Weihnachtsoratorium aufgeführt.
Nach wenigen Jahren als Thomaskantor in Leipzig (1957-60) verließ T. diese Wirkungsstätte wegen politischer Schwierigkeiten in der DDR. In einem offenen Brief an den Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht (1893-1973) begründete er diesen Schritt mit zahlreichen Schikanen, durch die der Rat der Stadt Leipzig und das Kultusministerium der DDR seine künstlerische Arbeit erschwert hätten. 1961 kehrte T. als Leiter der an der Dreikönigskirche neu gegründeten Ffter Kantorei zurück und übte dieses Amt bis 1969 aus. Durch seine Tätigkeit als Chorleiter, Chorerzieher und Komponist hatte er sich „einen großen Schüler- und Freundeskreis erworben“, so der hessen-nassauische Kirchenmusikdirektor Philipp Reich (1909-1986) in einer Würdigung (zit. nach Heymel: Geschichte der Kirchenmusik in der EKHN 2016, S. 83).
Auf Anregung von Pfarrer i. R. Werner Becher (1933-2013) wollte die Dreikönigsgemeinde am 16.5.2004 eine Gedenktafel zu Ehren ihrer ehemaligen Kirchenmusiker Kurt T. und Helmut Walcha anbringen. Vier Tage zuvor, am 12.5.2004, erhob die „Anti-Nazi-Koordination Frankfurt“ (AKNF) öffentlich Einspruch gegen die Ehrung für T. Die Initiative unter der Führung des Chorleiters Joachim Carlos Martini (1931-2015) und des evangelischen Stadtpfarrers Hans Christoph Stoodt, eines Sprechers der AKNF, hielt in den Räumen der Evangelischen Propstei Bereich Rhein-Main eine Pressekonferenz ab, in der T. als Leiter des Musischen Gymnasiums enge Verbindungen zum Nationalsozialismus vorgeworfen wurden. In einem offenen Brief „Zur bevorstehenden Ehrung für Kurt Thomas. Aufruf an die Verantwortlichen der Stadt Ffm.“ wurde u. a. erklärt: „Er [d. i. T.] hatte seine persönliche Karriere einer unzweifelhaft herausragenden Begabung, aber eben auch seiner Unterstützung für den nationalsozialistischen Staat zu verdanken, einer Unterstützung, die über Mitläufertum und die Existenz eines ‚willigen Vollstreckers‘ allerdings schon aufgrund der herausgehobenen Position als Leiters einer NS-Eliteschule deutlich hinausgeht. Andere sind diesen Weg nicht gegangen und konnten darum eine solche Karriere nicht machen – noch andere wurden aufgrund rassistischer Verfolgung in derselben Zeit ermordet. Wir halten eine öffentliche Ehrung für Kurt Thomas deshalb für völlig ausgeschlossen.“ (Zit. nach ebd., S. 84.) Zu den 17 Unterzeichnern des Aufrufs gehörten Elisabeth Abendroth, Micha Brumlik (Fritz Bauer Institut), Harald Fiedler (DGB Fft.-Rhein-Main), Peter Gingold (Auschwitzkomitee und Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten), Wolfgang Leuschner (Sigmund-Freud-Institut), Klaus Willkomm-Wiemer (IG Metall Ffm.) und Vertreter der evangelischen Kirche, u. a. die Ffter Pröpstin Helga Trösken, die Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Regionalverbands Fft. Esther Gebhardt sowie die beiden Dekane Dietrich Neuhaus und Jürgen Reichel-Odié.
Ehemalige Schüler des Musischen Gymnasiums sahen sich zu einer „Ehrenerklärung“ für T. veranlasst. Sie erklärten, von ihm „zu keinem Zeitpunkt im nationalsozialistischen Sinne beeinflußt worden“ zu sein. T. habe „alles ihm Mögliche getan (…), um seine Schule und die ihm anvertrauten Schüler vom politischen Geschehen fernzuhalten“ (zit. nach ebd., S. 84f.). In der angeheizten Debatte waren die Kritiker jedoch nicht mehr umzustimmen. Die Ffter Stadtverordnetenversammlung sprach sich in ihrer Sitzung vom 17.6.2004 mit einer Mehrheit von Grünen, SPD und linken Splitterparteien gegen eine Ehrung von T. durch eine Gedenktafel an der Dreikönigskirche aus; auch die beabsichtigte Benennung des künftigen Probensaals der Ffter Chöre nach ihm lehnte sie ab. Die einzige Ehrung, die wie geplant stattfinden konnte, war ein Gedenkkonzert am 16.5.2004 in der Dreikönigskirche, bei dem u. a. T.ʼ Messe in a-Moll von der Ffter Kantorei unter der Leitung von Winfried Toll (* 1955) aufgeführt wurde.
Eine Veranstaltungsreihe in der Dreikönigskirche im November 2004 griff die Diskussion über T.ʼ Biographie auf und versuchte, mit Argumenten zur Meinungsbildung beizutragen. Der Pädagoge und Historiker Werner Heldmann (* 1927), selbst ehemaliger Schüler des Musischen Gymnasiums, nahm zur Kontroverse um T. ausführlich Stellung (u. a. bereits in einem Vortrag auf Einladung der Ffter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen, 15.9.2004, und erneut in der Podiumsdiskussion bei der Veranstaltungsreihe der Dreikönigsgemeinde, 15.11.2004). Er kam zu dem Schluss, dass die Vorgehensweise der ANKF „nicht der Wahrheitsfindung“ gedient habe, und hielt der Initiative einen unangemessenen Umgang mit den historisch aufweisbaren Tatsachen vor. T. habe kontinuierlich eine „distanzierte Haltung zum Nationalsozialismus“ eingenommen und diese „gegenüber Schülern und Vertrauten (…) deutlich werden lassen“ (zit. nach ebd., S. 85f). Heldmann äußerte sich auch kritisch zur Beteiligung der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) an der Veröffentlichung des „Aufrufs“. Er wies nach, dass T. in der Zeit des Nationalsozialismus wiederholt, auch gegen den Widerstand der Partei, für die Aufführung kirchenmusikalischer Werke eintrat. Die Vorläufige Leitung der Evangelischen Kirche in Ffm. habe „am 14.5.1946 keine Bedenken gegen eine kirchenmusikalische Tätigkeit von Thomas“ erhoben (Gutachten Heldmann, zit. nach ebd., S. 86). Überdies habe der Organist Helmut Walcha, vor und nach 1945 ebenfalls an der Dreikönigskirche tätig, sich für die kirchliche Rehabilitierung seines Kollegen eingesetzt. Es bestehe daher für die evangelische Kirche in Ffm. und deren Leitung kein Anlass, sich amtlich gegen T. zu wenden.
Nach der Podiumsdiskussion in der Dreikönigskirche erklärte der Musikwissenschaftler Peter Cahn: „Es erscheint mir ungerecht, die Lebensleistung eines Künstlers in dieser Weise auf wenige Jahre zu reduzieren, die ihn entlastenden Momente zu ignorieren und ihn zum Vertreter des NS-Regimes zu stempeln. Die eingehende und kritische Untersuchung seiner Zeit als Leiter des Musischen Gymnasiums hat keinerlei Anhaltspunkte dafür ergeben, daß er an den Verstößen des NS-Systems gegen Recht und Menschlichkeit in irgendeiner Form beteiligt gewesen sei.“ (Zit. nach ebd.) Der damalige hessen-nassauische Kirchenmusikdirektor Michael Graf Münster (* 1957), der bereits 2004 an das pädagogische Wirken von T. erinnert hatte, nahm ein Jahr später in einem Beitrag in den „Kirchenmusikalischen Nachrichten“ der EKHN deutlich für ihn Stellung. Die Vorwürfe gegen T. hätten sich als unzutreffend erwiesen. In seiner Pädagogik sei es ihm stets um „die selbständige Entwicklung von Einzelpersönlichkeiten“ gegangen [Michael Graf Münster in: Kirchenmusikalische Nachrichten 56 (2005), Nr. 1, S.11]. Die evangelische Kirche habe ihm im Blick auf ihre Kantoren eine entscheidende Professionalisierung des Chorleiterberufs zu danken.
Am 8.5.2006 wurde auf Beschluss des Kirchenvorstands der Dreikönigsgemeinde – anstelle der ursprünglich vorgesehenen bronzenen Gedenktafel zur Erinnerung an T. und Walcha – eine Informationstafel an der Dreikönigskirche angebracht, die in Deutsch und Englisch auch auf das Wirken von T. an dieser Kirche hinwies. Diese Tafel wurde vor Helmut Walchas 100. Geburtstag am 27.10.2007 von der für die Bauunterhaltung zuständigen Stadt Ffm. ohne Kenntnis der Dreikönigsgemeinde entfernt und durch eine andere Tafel ausgetauscht, auf der T. nicht mehr namentlich erwähnt wird.
Das Haus der Chöre an der Bertramswiese, das als Probenhaus für den Cäcilienverein, die Ffter Singakademie, die Ffter Kantorei und den Figuralchor Fft. dient, wurde bereits am 3.6.2005 eingeweiht. Entstanden auf Initiative des Vereins „Kurt T.-Haus der Chöre“, der auch der Träger der Einrichtung ist, darf das Haus gleichwohl den Namen des Musikers nicht führen. In seinem Vorraum befindet sich eine bronzene Bildnisbüste von T. (von Heinrich Moshage, 1963); daneben sind einige historische Konzertplakate und Fotos an der Wand angebracht, die an die Zeit der Ffter Kantorei unter seiner Leitung erinnern.
Im Rückblick erscheint die öffentliche Kontroverse über den „Fall T.“ als „Lehrstück missglückter Erinnerungskultur“ (Michael Heymel). Eine neuere kirchen- und zeitgeschichtliche Darstellung gelangt zu dem Ergebnis, die evangelische Kirche habe sich mit dem Thema „Kirchenmusik und Nationalsozialismus“ schwergetan, aber auch die Stadt Ffm. habe die vielschichtige historische Wahrheit über den Direktor des Musischen Gymnasiums nicht wirklich aufgearbeitet. „In einer durch trübe persönliche Motive und Parteienstreit vergifteten Atmosphäre wurde die sensibilisierende und differenzierende Aufklärung durch ein ‚geradezu aggressive[s] Enthüllungspathos‘ verhindert“ (Heymel: Geschichte der Kirchenmusik in der EKHN 2016, S. 88).
Der Dokumentarfilm „Musensöhne“ von Philipp Clarin (WDR, 2012) stellt die Geschichte des Musischen Gymnasiums, u. a. mit Interviews ehemaliger Schüler, dar. Sein Autor ist der Sohn des ehemaligen „Musensohns“ und Schauspielers Hans Clarin.
Der 1995 gegründete Kurt-T.-Kammerchor in Ffm., der sich vornehmlich der Chorliteratur des 16. bis 18. Jahrhunderts, aber auch ausgewählten Werken zeitgenössischer Komponisten widmet, gibt regelmäßig Konzerte, insbesondere in der Dreikönigskirche in Sachsenhausen.

Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Michael Heymel.
Artikel in: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 475, verfasst von: Reinhard Frost.

Lexika: Klee, Ernst: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Ffm. 2007.Klee: Kulturlex. zum Dritten Reich 2007, S. 611f. | Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik. Unter Mitarb. zahlreicher Musikforscher (...) hg. v. Friedrich Blume. 17 Bde. Kassel/Basel 1949-86. Neuausgabe (2., völlig überarb. Aufl.): Hg. v. Ludwig Finscher. 10 Bde. (Sachteil), 18 Bde. (Personenteil) und ein Supplementband. Kassel/Stuttgart 1994-2008.Emil Platen in: MGG, 2. Aufl., Personenteil 16 (2006), Sp. 779-781. | Riemann Musiklexikon. Hg. v. Willibald Gurlitt und Carl Dahlhaus. Personenteil, 2 Bde. u. 2 Ergänzungsbde. Mainz 1959-79.Riemann: Musik, Personenteil L-Z (1961), S. 790f.; Ergänzungsbd., Personenteil L-Z (1975), S. 779.
Literatur:
                        
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Quellen: Ffter Allgemeine Zeitung. Ffm. 1949-heute.Töpfer, Stefan: NS-Vergangenheit. Streit um Gedenken an Kantor Kurt Thomas. In: FAZ, Rhein-Main, 12.5.2004. | Ffter Allgemeine Zeitung. Ffm. 1949-heute.Riebsamen, Hans: Der Fall des Kurt Thomas. Ein Musiker zwischen Anpassung und Selbstbehauptung. In: FAZ, Rhein-Main, 18.5.2004. | Ffter Allgemeine Zeitung. Ffm. 1949-heute.Riebsamen, Hans: Kantor Kurt Thomas bleibt umstritten. In: FAZ, Rhein-Main, 16.9.2004. | Ffter Allgemeine Zeitung. Ffm. 1949-heute.Riebsamen, Hans: Der Fall „Kurt Thomas“. Der Kirchendezernent will der Dreikönigsgemeinde nichts vorschreiben. In: FAZ, Rhein-Main, 30.9.2004. | Ffter Allgemeine Zeitung. Ffm. 1949-heute.Riebsamen, Hans: Weiter Streit um das Gedenken an Kurt Thomas. In: FAZ, Rhein-Main, 16.11.2004. | Heldmann, Werner: Kurt Thomas und das Musische Gymnasium Ffm. 1939 bis 1945. Überlegungen zu einer kritischen Würdigung der Person und der Schule (Stellungnahme zu dem Aufruf und weiteren Schreiben der Anti-Nazi-Koordination Fft.). Manuskript, 25 Seiten, vom 30.8.2004.Heldmann: Kurt Thomas u. das Musische Gymnasium Ffm. 2004 (https://frankfurter-buergerstiftung.de/sites/default/files/Das_Frankfurter_Musische_Gymnasium.pdf, abgerufen am 4.6.2019). | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/692.
Internet: Kurt Thomas, private Internetseite von Peter Hofmann in Vertretung der Schüler von Kurt Thomas, Ffm. (mit einer umfangreichen Materialsammlung zur Kontroverse 2004/05). http://www.kurtthomas.de/?l=1Kurt Thomas, 4.6.2019. | Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Thomas_(Komponist)Wikipedia, 5.6.2019.

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Empfohlene Zitierweise: Heymel, Michael: Thomas, Kurt. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/1488

Stand des Artikels: 5.6.2019
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 06.2019.