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Delkeskamp, Friedrich Wilhelm

Schöpfer des „Malerischen Plans von Ffm.“ (1859-64).

Delkeskamp, Friedrich Wilhelm. Maler. Kupferstecher. Kartograf. * 20.9.1794 Bielefeld, † 5.8.1872 (Ffm.-)Bockenheim.
Buchbinderlehre bei seinem Vater. 1812 Zuwendung zur Malerei. Zeichenunterricht bei dem Bielefelder Maler und Zeichenlehrer Ludwig Wahrens (ca. 1781-1870). 1813/14 Beteiligung am Feldzug gegen Frankreich. Wanderjahre. Ausbildung an der Berliner Akademie der Künste. D.s Vorbild wurde der Kupferstecher Carl Wilhelm Kolbe (1757/59-1835) aus Dessau. Tätigkeit als Architektur- und Landschaftszeichner für Graf Eduard Raczynski (1786-1845) auf Rogalin bei Posen und auf dessen orientalischen Reisen. 1822 kam D. auf Veranlassung seines Bruders, der an der Katharinenpforte in Ffm. eine Portefeuillefabrik unterhielt, nach Ffm. Der Rat der Stadt genehmigte ihm die Erteilung von Zeichenunterricht. Für den Verleger Friedrich Wilmans schuf D. als Ergänzung zum Skizzenbuch des Fräuleins von Adlerflycht ein Rhein-Panorama (erschienen seit 1825 in mehreren Auflagen). 1825, 1827 und 1828-30 Aufenthalte in der Schweiz, um Materialien für sein „Malerisches Relief des class. Bodens der Schweiz“ zu sammeln (erschienen 1830-35). Durch Heirat mit der Malerin Elise Heerdt 1831 wurde D. Ffter Bürger. 1837 selbstständig, nach wechselnden Domizilen bald in der Brönnerstraße 6 ansässig.
Schuf zahlreiche panoramische Darstellungen vom Rhein von Mainz bis Bonn (1837), von der Mosel (1839), von Baden-Baden (1841), vom Rhein von Speyer bis Mainz (1842), vom Rhein von Basel bis ans Meer (1844), außerdem eine Anzahl kleinerer Aquarelle. 15 Jahre lang arbeitete er im Sommer an einer Darstellung der Alpen (nur zum Teil erschienen).
In der Nachfolge Conrad Fabers von Creuznach und Matthäus Merians d. Ä. und mit dem Bestreben wissenschaftlicher Genauigkeit schuf D. im Auftrag des Ffter Senats von 1859 bis 1864 den „Malerischen Plan von Ffm. und seiner nächsten Umgebung“. D. stellte Ffm. aus der Vogelschau von Süden dar, ohne perspektivische Verkürzungen aufgrund von Einzelzeichnungen von Straßen und Bauten, die in einen Ravensteinplan projiziert wurden, in sieben Blättern, 86 x 120 cm, von ihm selbst sowie Friedrich Herchenhein und Philipp Dauch in Stahl gestochen.
D.haus in der Leipziger Straße in Bockenheim. Gedenktafel (zusammen mit Guhr und Schindler; von August Bischoff, 1953) auf dem seit 1916 zum Park umgewidmeten Alten Bockenheimer Friedhof, wo D.s Grabstätte infolge von Verkleinerungen des Friedhofsareals 1908-10 und 1950/51 nicht mehr erhalten ist. Die steinerne Gedenktafel befindet sich an der Mauer in der südwestlichen Ecke des ehemaligen Friedhofsteils, auf dem heute die griechisch-orthodoxe Kirche des Propheten Elias steht.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 148f., verfasst von: Hans-Otto Schembs.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Dessoff, Albert: Kunst und Künstler in Ffm. im 19. Jahrhundert. 2. Bd.: Biographisches Lexikon der Ffter Künstler im 19. Jahrhundert. Ffm. 1909.Dessoff, S. 29.
Literatur:
                        
Ffter Hausblätter. Aus Vergangenheit und Gegenwart. Beilage zum Ffter Anzeiger. Hg. v. Franz Rittweger. 4 Jahrgänge. Ffm. 1878-82.Zur Geschichte der Kunst in Ffm. In: Ffter Hausbll. NF 1 (1881), Nr. 38, S. 306f. | Foth, Rolf-Barnim: Der Meister der Panoramen. Friedrich Wilhelm Delkeskamp. Hamburg [2022].Foth: Der Meister der Panoramen 2022. | Lohne, Hans: Fft. um 1850. Nach Aquarellen und Beschreibungen von Carl Theodor Reiffenstein und dem Malerischen Plan von Friedrich Wilhelm Delkeskamp. Ffm. 1967.Lohne: Fft. um 1850, S. 57-60.
Quellen: Didaskalia. Ffm. 1823-1934. [Belletristische Zeitschrift, die zunächst (bis 1869) mit dem Untertitel „Blätter für Geist, Gemüth und Publicität“ selbständig, dann als Unterhaltungsbeilage anderer Zeitungen (bis 1903 des Ffter Journals, dann der Ffter Nachrichten) erschien.]Didaskalia 1872, Nr. 223-224. | Ffter Allgemeine Zeitung. Ffm. 1949-heute.pr: Delkeskamp – Guhr – Schindler. Eine Erinnerungstafel für drei bedeutende Persönlichkeiten. In: FAZ, 14.3.1953, S. 15. | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/277.

GND: 118524569 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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Empfohlene Zitierweise: Schembs, Hans-Otto: Delkeskamp, Friedrich Wilhelm. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1994

Stand des Artikels: 30.9.1994