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Flesch, Jacob

Flesch, Jacob Wilhelm. Dr. jur. Rechtsanwalt und Notar. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 27.7.1885 Ffm., Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.† 5.1.1972 Ffm.
Sohn von Karl F. Bruder von Hans F. und Max F.-Thebesius.
Schüler der Souchayschule, dann des Goethe-Gymnasiums (bis 1903). Studium der Rechtswissenschaft und Volkswirtschaft in Heidelberg, Berlin und Marburg. 1907 Referendar. 1908 Promotion in Leipzig. Seit 1911 Rechtsanwalt in Ffm. Seit 1924 Notar. Seit 1924 Vorstandsmitglied, seit 1925 Vorsitzender des Ffter Anwaltvereins (bis zur Auflösung des Vereins 1933). Nach 1933 musste F. als „Halbjude“ sein Notariat abgeben. Mit Hilfe seiner Kollegen Rasor, Wedesweiler und Wilhelmi, die ihn in ihrer Praxis anstellten, konnte er weiterpraktizieren, während die Freunde an der Front waren. Nach 1945 wieder als Rechtsanwalt und Notar in Ffm. tätig (bis 1967).
Verdient um den Wiederaufbau der Organisation der Anwälte im Kammerbezirk Ffm. Um dem Misstrauen der amerikanischen Besatzungsbehörden gegen eine solche Organisation in einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft zu entgehen, gründete F. zunächst den „Verein Rechtsanwaltskammer“, aus dem dann der Ffter Anwaltverein und die Ffter Rechtsanwaltskammer hervorgehen konnten. Bis 1966 Präsident der Ffter Rechtsanwaltskammer. Vorstandsmitglied der Bundesrechtsanwaltskammer. Vorsitzender des Ehrengerichts. Mitglied des kirchlichen Verfassungs- und Verwaltungsgerichts. Mitglied des Kirchenvorstands von St. Katharinen. Ausschussmitglied der Polytechnischen Gesellschaft. Ehrenausschussmitglied der Steuben-Schurz-Gesellschaft.
1955 Großes Bundesverdienstkreuz. 1960 Ehrenplakette der Stadt Ffm.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 211, verfasst von: Sabine Hock.
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Literatur:
                        
Dölemeyer, Barbara/Ladwig-Winters, Simone: Kurzbiographien der Anwälte jüdischer Herkunft im Oberlandesgerichtsbezirk Ffm. In: 125 Jahre Rechtsanwaltskammer Ffm. (...) Kelkheim 2004. S. 137-202.Dölemeyer/Ladwig-Winters: Anwälte jüd. Herkunft 2004, S. 147.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/3.496.

GND: 1101642629 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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© 2022 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Flesch, Jacob. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2193

Stand des Artikels: 31.3.1988