Fehlermeldung

Deprecated function: The each() function is deprecated. This message will be suppressed on further calls in FieldCollectionItemEntity->fetchHostDetails() (Zeile 378 von /var/www/vhosts/bec2659.online-server.cloud/frankfurter-personenlexikon.de/sites/all/modules/field_collection/field_collection.module).

Burger, Anton

Gründer der „Kronberger Malerkolonie“ (mit Jakob Fürchtegott Dielmann).

Burger, Anton. Prof. Maler. * 14.11.1824 Ffm., † 6.7.1905 Kronberg/Taunus.
Verheiratet in erster Ehe (seit 1850) mit Catharina Elise B., geb. Heislitz (1828-1856), in zweiter Ehe (seit 1859) mit der Kronbergerin Anna Johanna Auguste B., geb. Küster (1832-1876), in dritter Ehe (seit 1882) mit seiner Schülerin Pauline B., geb. Fresenius (1850-1908).
Besuch der Volksschule in Ffm. B., der eigentlich wie sein Vater Weißbinder werden sollte, brach seine Lehre nach kurzer Zeit ab, um an der Städelschule Malerei zu studieren (seit 1842). Seine Lehrer waren Johann Jakob Jung und seit 1844 Jakob Becker. Auf Anraten Philipp Veits 1846 Studienaufenthalt in München. Mit seinen Künstlerfreunden Jakob Fürchtegott Dielmann, Philipp Rumpf, Jakob Maurer (1826-1887), Angilbert Göbel und Karl Schäffer (1821-1902) schloss B. sich zu einem engeren Kreis zusammen. 1853 lernte er bei einem Aufenthalt in Paris Corot und Courbet kennen. Nach dem Tod seiner ersten Frau 1856 unternahm B. eine Reise nach Düsseldorf und von dort aus nach Antwerpen und Amsterdam, wo er Gelegenheit hatte, die alten niederländischen Meister, u. a. Rembrandt, zu studieren. Zunächst nach Ffm. zurückgekehrt, zog B. 1858 – etwa zur selben Zeit wie Dielmann – nach Kronberg im Taunus, wo er schon früher oft die Sommermonate verbracht hatte. Dem Beispiel B.s und Dielmanns folgend, siedelte sich bald eine Reihe Ffter Künstler in Kronberg an: Es entstand die später so genannte „Kronberger Malerkolonie“. B. hatte zahlreiche Schüler, darunter Nelson Kinsley (1863-1945), Philipp Franck und Fritz Wucherer.
B., der von lebensfroher, heiterer Natur gewesen sein soll, schuf idyllische Stadtansichten des alten Fft.s, in denen das bunte Treiben der Bevölkerung in den Altstadtgassen festgehalten ist, sowie Landschaften, Jagdbilder und stimmungsvolle Darstellungen des bäuerlichen Lebens in Kronberg. Sein Werk war beeinflusst von der ländlichen Genremalerei Jakob Beckers, der niederländischen Genre- und Landschaftskunst des 17. Jahrhunderts und der französischen Freilichtmalerei der Schule von Barbizon (vermittelt durch Peter Burnitz). Schon zu seinen Lebzeiten waren B.s Bilder sehr beliebt und fanden sich in vielen Ffter Bürgerhäusern. Zahlreiche Arbeiten B.s sind im Besitz von Ffter Museen.
B. erhielt 1869 die große Goldmedaille der Internationalen Kunstausstellung in München, 1874 die bronzene Medaille in London, 1880 die große silberne Medaille der Internationalen Ausstellung Berlin und 1882 die bronzene Medaille der Ffter Künstlergesellschaft. 1894 wurde er zum Königlich Preußischen Professor und zum Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie ernannt. Seit 1894 Ehrenbürger der Stadt Kronberg.
2004 Retrospektive im Haus Giersch in Ffm.
Anton-B.-Weg in Sachsenhausen.
Denkmal (von dem Ffter Bildhauer Karl Ludwig Sand, 1908) in Kronberg.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 122f., verfasst von: Birgit Weyel.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Array
(
    [de] => Array
        (
            [0] => Array
                (
                    [value] => literfasst
                )

        )

)

Lexika: Dessoff, Albert: Kunst und Künstler in Ffm. im 19. Jahrhundert. 2. Bd.: Biographisches Lexikon der Ffter Künstler im 19. Jahrhundert. Ffm. 1909.Dessoff, S. 21f.
Literatur:
                        
Anton Burger. Ausstellung in der Kunsthandlung J. P. Schneider jr., November 1984. Katalog. Texte: Christoph Andreas. Ffm. 1984.Andreas: Anton Burger (Kat.) 1984. | Haus Giersch – Museum Regionaler Kunst (Hg.): Anton Burger 1824-1905. Zum 180. Geburtstag. [Katalog zur Ausstellung im Haus Giersch – Museum Regionaler Kunst, Ffm., 7. März bis 4. Juli 2004. Konzeption: Manfred Großkinsky, Birgit Sander.] Ffm. 2004.Kat. Anton Burger 2004. | Museumsgesellschaft Kronberg (Hg.): Anton Burger 1824-1905. Maler des alten Fft. und Gründer der Kronberger Malerkolonie. Ffm. 1988.Museumsgesellschaft Kronberg (Hg.): Anton Burger 1988. | Holzinger, Ernst (Hg.)/Ziemke, Hans-Joachim (Bearb.): Die Gemälde des 19. Jahrhunderts. Text- und Bildband. Ffm. 1972. (Kataloge der Gemälde im Städel’schen Kunstinstitut I).Städelkat. d. Gemälde d. 19. Jh.s 1972, Textband, S. 38-45. | Wiederspahn, August/Bode, Helmut: Die Kronberger Malerkolonie. Ein Beitrag zur Ffter Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts. Mit dokumentarischen Beiträgen von Änne Rumpf-Demmer, Julius Neubronner und Philipp Franck. 3., erw. Aufl. Ffm. 1982.Wiederspahn/Bode: Kronberger Malerkolonie 1982.

GND: 118833588 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2022 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit: Burger, Anton. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1914

Stand des Artikels: 30.9.1994