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Eissenhardt, Johannes

Eissenhardt (eigentl.: Eisenhardt, auch: Eisenhard), Johannes, auch gen. Johann. Prof. Reproduktionskupferstecher und Maler. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 8.11.1824 Ffm., Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.† 11.10.1896 Ffm.
Sohn des Spenglermeisters Johann Stephan Elias E. und dessen Ehefrau Catharina Margaretha, geb. Hölzel. Verheiratet (seit 1853) mit Thekla Johanna Antonette E., geb. Göbel (1822-1912).
Von 1839 bis 1846 Schüler am Städelschen Kunstinstitut unter Schäffer. Gehörte zum Kreis um Steinle und Veit. Beeinflusst von seinem Schwager Angilbert Göbel. 1857 Kupferstecher für Papiergeld in Darmstadt. Von 1863 bis 1869 Kupferstecher für Staatspapiere und Papiergeld in St. Petersburg. Dann wieder in Ffm. Von 1873 bis 1882 Atelier im Städel, wo E. von 1882 bis 1889 auch als Lehrer tätig war. Von 1889 bis 1891 erneut in St. Petersburg. Seit 1891 als freischaffender Künstler und Lehrer wieder in Ffm. ansässig.
Zu E.s grafischem Werk, das sich zum größten Teil im Städel befindet, gehören u. a. Radierungen nach Bildern von Burger, Schütz, Schwind, Steinle, Veit u. a. sowie Porträts von Jügel, M. C. von Rothschild, Rüppell, Spohr, Steinle und Veit. Ffter Ansichten nach Burger und Schütz. E. veröffentlichte „12 Blätter nach einer Auswahl der zur Verlosung 1856 bestimmten Ölgemälde“ für den Ffter Kunstverein (mit vier Fortsetzungen von je sechs Blättern bis 1862), „Die Städel’sche Galerie zu Ffm. in ihren Meisterwerken älterer Malerei“ (Text von Veit Valentin, 1877) und „Radirungen [sic!] nach Zeichnungen von A. Burger in Cronberg“ sowie zwei Porträts in Gwinners „Kunst und Künstler in Ffm.“ (1862).
Ehrenmitglied der russischen Akademie der Künste in St. Petersburg.
Selbstbildnis, gestochen nach einer Kreidezeichnung von Göbel. Porträtiert von Hans Thoma.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 182, verfasst von: Sabine Hock (redigierte Onlinefassung für das Frankfurter Personenlexikon).
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Allgemeine Deutsche Biographie. Hg. durch die Historische Commission bei der Königlichen Akademie der Wissenschaften. 56 Bde. München/Leipzig 1875-1912.Heinrich Weizsäcker in: ADB 48 (1904), S. 324-327 (unter Eissenhardt, Johann Caspar). | Dessoff, Albert: Kunst und Künstler in Ffm. im neunzehnten Jahrhundert. Hg. auf Veranlassung des Ffter Kunstvereins. 2. Bd.: Biographisches Lexikon der Ffter Künstler im neunzehnten Jahrhundert. Ffm. 1909.Dessoff, S. 35. | Richel, Arthur: Katalog der Abteilung Fft. [der Ffter Stadtbibliothek]. Bd. 2: Literatur zur Familien- und Personengeschichte. Ffm. 1929.Richel, S. 130 (unter Eissenhardt, Johann Kaspar). | Schrotzenberger, Robert: Francofurtensia. Aufzeichnungen zur Geschichte von Ffm. 2., vermehrte u. verbesserte Aufl. Ffm. 1884.Schrotzenberger, S. 57 (unter Eisenhard, Johannes). | Thieme, Ulrich/Becker, Felix: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bde. Leipzig 1907-50.Thieme/Becker 10 (1914), S. 441 (unter Eissenhardt, Johannes Kaspar).
Literatur:
                        
Wiederspahn, August/Bode, Helmut: Die Kronberger Malerkolonie. Ein Beitrag zur Ffter Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts. Mit dokumentarischen Beiträgen von Änne Rumpf-Demmer, Julius Neubronner und Philipp Franck. 3., erw. Aufl. Ffm. 1982.Wiederspahn/Bode: Kronberger Malerkolonie 1982, S. 190, 688.
Quellen: ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbücher, Ffm., 1533-1848 bzw. 1849-1939.Eintrag der Heirat mit Thekla Johanna Antonette Göbel, Ffm., 20.6.1853: ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbuch, Bestand STA 11/4: Standesamt Ffm., Heiratsbuch 33 (1853), S. 164. | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/10.629.

GND: 116436921 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Eissenhardt, Johannes. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2083

Stand des Artikels: 8.1.1988