Susman, Margarete

Susman (auch: von Bendemann-S.), Margarete, verh. von Bendemann. Psd.: Otto Reiner. Dr. phil. h. c. Schriftstellerin. * 14.10.1872 Hamburg, † 16.1.1966 Zürich.
S. stammte aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie, die 1883 von Hamburg nach Zürich übersiedelte.
Kunststudium in Düsseldorf. Hier lernte S. den Maler und Kunsthistoriker Eduard von Bendemann (1877-1959) kennen, den sie 1906 heiratete. Philosophiestudium in München und Berlin. Während ihres Berliner Aufenthalts hatte S. Kontakt zu Heinrich Simon, dem Chefredakteur und Mitverleger der FZ. Von 1907 bis 1932 war S. Korrespondentin der FZ (insgesamt 45 größere Beiträge). 1918 siedelte sie mit ihrer Familie nach Ffm. über. 1928 wurde ihre Ehe geschieden. S. lebte daraufhin noch etwa zwei Jahre lang in Ffm. 1934 emigrierte sie in die Schweiz.
Zu S.s während ihrer Ffter Zeit entstandenen Publikationen gehören die Gedichtsammlung „Lieder von Tod und Erlösung“ (1922), die Novelle „Das Kruzifix“ (1922) sowie die Untersuchung „Frauen der Romantik“ (1929, Neuaufl. 1930 und 1960). In späteren Essays beschäftigte sie sich mit Goethe, u. a. mit dessen Beziehung zu Charlotte von Stein (1951) und dessen Verhältnis zum Tod („Gestalten und Kreise“, 1954).
1964 erschienen ihre vielbeachteten Erinnerungen „Ich habe viele Leben gelebt“.
Margarete-S.-Weg auf dem Riedberg.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 456, verfasst von: Fritz Koch.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Bergmann, E. (Hg.): Ffter Gelehrten-Handbuch. Ffm. [1930].Bergmann: Ffter Gelehrten-Hdb. 1930, S. 17. | Dick, Jutta/Sassenberg, Marina (Hg.): Jüdische Frauen im 19. und 20. Jahrhundert. Lexikon zu Leben und Werk. Reinbek 1993. (rororo Handbuch 6344).Hanna Delf in: Dick/Sassenberg: Jüd. Frauen 1993, S. 370-372. | Lowenthal, Ernst G.: Juden in Preußen. Biographisches Verzeichnis. Ein repräsentativer Querschnitt. Hg. als Ergänzung zur gleichnamigen Ausstellung vom Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz. Berlin 1981.Lowenthal: Juden in Preußen 1981, S. 222. | Neue Deutsche Biographie. Hg. v. d. Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Bisher 27 Bde. (bis Wettiner). Berlin 1953-2020.Martina Steer in: NDB 25 (2013), S. 711f. | Tetzlaff, Walter: 2.000 Kurzbiographien bedeutender deutscher Juden des 20. Jahrhunderts. Lindhorst 1982.Tetzlaff: Juden d. 20. Jh.s 1982, S. 330. | Walk, Joseph: Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918-1945. München/New York/London/Paris 1988.Walk, S. 321.
Literatur:
                        
Arnsberg, Paul: Die Geschichte der Ffter Juden seit der Französischen Revolution. Hg. v. Kuratorium für Jüdische Geschichte e. V., Ffm. Bearb. u. vollendet durch Hans-Otto Schembs. 3 Bde. Darmstadt 1983.Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. III, S. 457f. | Brentzel, Marianne: Anna O. – Bertha Pappenheim. Biographie. Göttingen 2002.Brentzel: Anna O. – Bertha Pappenheim 2002, S. 300. | Herzig, Arno (Hg.): Die Juden in Hamburg 1590 bis 1990. Wissenschaftliche Beiträge der Universität Hamburg zur Ausstellung „Vierhundert Jahre Juden in Hamburg“. Hg. (...) in Zusammenarbeit mit Saskia Rohde. Hamburg 1991. (Die Geschichte der Juden in Hamburg 1590-1990, Bd. 2).Ueckert, Charlotte: Über Margarete Susman: Annäherung an ein „Zentrum ohne Peripherie“. In: Herzig (Hg.): Juden in Hamburg 1991, S. 263-274. | Kasper, Birgit/Schubert, Steffi: Nach Frauen benannt. 127 Straßen in Ffm. Hg. v. Frauenreferat der Stadt Ffm. Ffm. 2013.Kasper/Schubert: Nach Frauen benannt 2013, S. 91f. | Schlösser, Manfred (Hg.): Auf gespaltenem Pfad. Zum 90. Geburtstag von Margarete Susman. Darmstadt 1964.Schlösser (Hg.): Auf gespaltenem Pfad. Margarete Susman 1964.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/3.151.

GND: 118620096 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2021 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Koch, Fritz: Susman, Margarete. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1394

Stand des Artikels: 22.9.1995