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Bary, Familie de

Im Jahr 1555 kamen die ersten de B. als Glaubensflüchtlinge nach Ffm. Die französische Refugiéfamilie, die ihren Stammsitz auf der Wasserburg des Fleckens Bari bei Tournai in Frankreich hat und ihren Stammbaum lückenlos bis 1223 zurückverfolgen kann, entwickelte sich in Ffm. rasch zu einer angesehenen und wohlhabenden Kaufmanns- und Bankiersfamilie, deren Mitglieder meist verantwortungsvolle Posten bei verschiedenen berühmten Ffter Handels- und Bankhäusern einnahmen. Die de B. begründeten mit ihren calvinistischen Glaubensbrüdern de Neufville und du Fay die „Vereinigung von Welschen zur Regelung der Geldkurse“ und damit die Ffter Börse. Aus der Familie de B. kamen auch bekannte Ffter Ärzte und Naturforscher. Zahlreiche Familienmitglieder engagierten sich auf politischem, kulturellem oder sozialem Gebiet für ihre Vaterstadt Ffm. Verwandtschaftliche Beziehungen zur Ffter Familie Gontard.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 41, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.

Lexika: Kallmorgen, Wilhelm: Siebenhundert Jahre Heilkunde in Ffm. Ffm. 1936. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission der Stadt Ffm. XI).Kallmorgen, S. 216f.
Literatur:
                        
Bary, Frédéric de: Données Historiques sur la Famille de Bary de Tournai en Hainaut. Bale 1872.de Bary: Données Historiques sur la Famille de Bary 1872. | Bary, Herbert de: Beiträge zur Genealogie Altfrankfurter Hugenottenfamilien. Neustadt/Aisch 1981. (Sonderdruck aus: Dt. Familienarchiv 77).de Bary: Genealogie Altfrankfurter Hugenottenfamilien 1981, bes. S. 5-42. | Bary, Alfred de: Notice généalogique & historique sur la famille de Bary, originaire de Tournay, en Hainaut, établie depuis 1806 à Guebwiler, en Alsace. Colmar 1877.de Bary: Notice généalogique & historique sur la famille de Bary 1877. | Geschichte der Handelskammer zu Ffm. 1707-1908. Beiträge zur Ffter Handelsgeschichte. Hg. v. der Handelskammer zu Ffm. Ffm. 1908.Über Christian de Bary (1775-1857): Gesch. d. Handelskammer 1908, S. 1061. | Geschichte der Handelskammer zu Ffm. 1707-1908. Beiträge zur Ffter Handelsgeschichte. Hg. v. der Handelskammer zu Ffm. Ffm. 1908.Über Karl Ludwig de Bary-Passavant (1807-1873): Gesch. d. Handelskammer 1908, S. 1068. | Geschichte der Handelskammer zu Ffm. 1707-1908. Beiträge zur Ffter Handelsgeschichte. Hg. v. der Handelskammer zu Ffm. Ffm. 1908.Über Philipp Jakob de Bary (1801-1858): Gesch. d. Handelskammer 1908, S. 1067.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/666 (Familie de Bary). | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/5.014 (Eberhard de Bary). | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/5.741 (Erica de Bary). | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/2.282 (Harald de Bary). | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/5.311 (Herbert de Bary). | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/13.169 (Louise de Bary).
7 herausragende Vertreter der Familie in Ffm.

Bary, Anton de

Bary, Heinrich Anton de. Prof. Dr. med. Dr. phil. h. c. Arzt und Botaniker. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 26.1.1831 Ffm., Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.† 19.1.1888 Straßburg.
Sohn von August Theodor de B. und dessen Ehefrau Caroline Emilie, geb. Meyer (1805-1887). Bruder von Johann Jakob de B.
Ließ sich als praktischer Arzt in Ffm. nieder, wo er erste botanische Studien bei der SNG machte. Widmete sich dann vollends dem Studium der Botanik und wurde durch seine Forschungen auf dem Gebiet der Entwicklungsgeschichte von Algen und Pilzen bekannt. Nach Habilitation in Tübingen wirkte de B. als Professor für Botanik seit 1855 in Freiburg, dann (seit 1867) in Halle und schließlich (seit 1872) in Straßburg.
1869 Soemmerring-Preis der SNG.
Denkmal im Senckenbergmuseum.

Lexika: Kallmorgen, Wilhelm: Siebenhundert Jahre Heilkunde in Ffm. Ffm. 1936. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission der Stadt Ffm. XI).Kallmorgen, S. 216. | Neue Deutsche Biographie. Hg. v. d. Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Bisher 27 Bde. (bis Wettiner). Berlin 1953-2020.Hermann Ziegenspeck in: NDB 1 (1953), S. 616.
Literatur:
                        
Freiburger Universitätsblätter. 57 Jahrgänge = 222 Hefte. Freiburg im Breisgau 1962-2018.Drews, Gerhart: Anton de Bary, ein bedeutender Biologe, lehrte in Freiburg, Halle und Straßburg. In: Freiburger Universitätsblätter 39 (2000), H. 149, S. 6-25.

Bary, August de (1802-1873)

Bary, August Theodor de. Dr. med. Arzt. * 25.10.1802 Ffm., † 27.3.1873 Ffm.
Sohn des Handelsmanns Isaac de B. (1778-1821) und dessen Ehefrau Augusta Dorothea Friederica, geb. Pilgrim (1778-1854). Vater von Heinrich Anton und Johann Jakob de B.
Schüler der Ffter Musterschule, später der Gymnasien in Wetzlar und Düsseldorf. Seit 1826 praktischer Arzt in Ffm. Armenarzt der Ffter Deutsch-reformierten Gemeinde. Beschäftigte sich viel mit Botanik und interessierte seinen Sohn Anton für dieses Fach. Zog sich ab 1865 langsam aus der Praxis zurück.
1846 und 1848 Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung, von 1848 bis 1849 Mitglied der Verfassunggebenden Versammlung der Freien Stadt Ffm.
Mitbegründer des Ärztlichen Vereins in Ffm. Mehrmals Direktor der SNG.
Porträt (von Johann Jacob Jung, 1842) im Besitz der Dr. Senckenbergischen Stiftung.

Lexika: Kallmorgen, Wilhelm: Siebenhundert Jahre Heilkunde in Ffm. Ffm. 1936. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission der Stadt Ffm. XI).Kallmorgen, S. 216. | Kutz, Corinna: Die Porträtsammlung der Dr. Senckenbergischen Stiftung. Ffter Bildnisse aus fünf Jahrhunderten. Bestandsverzeichnis und Ausstellungskatalog. Ffm. 2000.Kutz: Senck. Portr., S. 124, Nr. 93; S. 136, Nr. 151. | Lengemann, Jochen: MdL Hessen 1808-1996. Biographischer Index. Hg. im Auftrag d. Hessischen Landtags. Mitarbeit: Andrea Mitteldorf und Roland Schmidt. Marburg 1996. [Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 48,7; Politische und Parlamentarische Geschichte des Landes Hessen (vormals Vorgeschichte und Geschichte des Parlamentarismus in Hessen) 14].Lengemann: MdL, S. 61.

Bary, August de (1874-1954)

Bary, August Georg Ludwig de. Dr. med. Dr. med. dent. h. c. Arzt. Kommunalpolitiker. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 17.2.1874 Ffm., Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.† 10.10.1954 Ffm.
Sohn von Johann Jakob de B. und dessen Ehefrau Maria Karoline Julie, geb. Kriegk (1845-1931).
Schüler des humanistischen Gymnasiums in Ffm. Studium der Medizin in Heidelberg, Freiburg/Breisgau und Berlin. 1897 Promotion in Freiburg. Assistent u. a. am Hospital zum heiligen Geist in Ffm. (1898-1900). Seit 1901 praktischer Arzt in Ffm. Seit 1902 Arzt am Clementine-Mädchen-Spital, von 1912 bis 1928 als Chefarzt. Von 1902 bis 1908 ärztlicher Berater der vom „Verein für Kleinkinderschulen“ betriebenen Anstalten. Von 1902 bis 1908 Mitglied im Pflegeamt der Anstalt für Irre und Epileptische in Ffm. Seit 1903 Vorstandsmitglied im Vaterländischen Frauenverein. Von 1904 bis 1921 Hausarzt und Schwesternlehrer im Vaterländischen Frauenverein und von 1907 bis 1912 Mitglied des Ausschusses für den Krankenhausneubau des Vereins. Von 1915 bis 1953 Mitglied des Vorstands der Freiherr Carl von Rothschild’schen Stiftung „Carolinum“, deren Vorsitzender er ab 1944 war. Von 1933 bis 1953 Betriebsleiter des Ffter Bürgerhospitals. Während des Zweiten Weltkriegs Beauftragter für die Krankenernährung im Kriege für Ffm. und Umgebung. Nach der Freigabe des Bürgerhospitals 1946 an der Wiedereröffnung des zivilen Krankenhausbetriebs und der Neubildung der Administration dort beteiligt. 1953 Aufgabe seiner Praxis.
Nach dem Ersten Weltkrieg vermehrt auf kommunalpolitischem Gebiet tätig. Von 1924 bis 1933 Stadtverordneter (Deutsche Volkspartei). Mitglied der städtischen Gesundheits- und Schuldeputation. Von 1948 bis 1952 ehrenamtlicher Stadtrat. Mitglied der städtischen Gesundheits-, Wohlfahrts- und Jugenddeputation.
Engagement in ärztlichen Standes- und Fachorganisationen sowie Mitgliedschaft in zahlreichen karitativen Vereinigungen. Seit 1919 Vorstandsmitglied, 1924/25 Vorsitzender des Ärztlichen Vereins. Von 1924 bis 1934 Mitglied der Ärztekammer Hessen-Nassau, deren Vorsitzender er ab 1928 war. Vorstandsmitglied des Ffter Diakonissenhauses, des (1919 von ihm mitbegründeten) Verbands der Ffter nichtstädtischen Krankenanstalten u. a. Seit 1928 Mitglied der Administration der Dr. Senckenbergischen Stiftung, ab 1933 als deren Vorsitzender, dadurch Mitglied im Kuratorium der Ffter Universität und Vorsitzender im Ausschuss der Senckenbergischen Bibliothek. Nach 1945 Verdienste um die Neuordnung der Ärztekammern. Bereitete ab Mai 1945 in Verbindung mit einigen Professoren die Wiedereröffnung der Ffter Universität vor. 1945/46 kommissarischer Kurator der Universität. Verdient um den Wiederaufbau des Senckenbergmuseums und die Neuordnung der Bibliotheca Senckenbergii. Beteiligt an der Neugestaltung der SNG, deren Erster Direktor de B. von 1946 bis 1948 war. Von 1946 bis 1948 kommissarischer Senior des Pflegamts des Ffter Waisenhauses. Seit 1947 Mitglied des neugebildeten Großen Rats und des Kuratoriums der Ffter Universität sowie Vorsitzender der Senckenbergischen Bibliothek. 1948 Senior des Pflegamts des Versorgungshauses und Wiesenhüttenstifts. 1948 Vorsitzender des Hofackerverbands (vorm. Verband der nichtstädtischen Krankenanstalten). Seit 1949 Vorsitzender des Vereins „Friedrichsheim“. Seit 1952 Beiratsmitglied im Verein der Freunde und Förderer der Ffter Universität.
Veröffentlichte u. a. „Johann Christian Senckenberg und seine Stiftung“ (1935), „Die Geschichte der Dr. Senckenbergischen Stiftung 1763-1938“ (1938) und „Die Bildersammlung der Dr. Senckenbergischen Stiftung“ (1954).
1938 Ehrenbürger der Ffter Universität und Plakette der Dr. Senckenbergischen Stiftung. 1944 Plakette der SNG. 1953 Bundesverdienstkreuz. 1954 Ehrensenator der Ffter Universität und Goetheplakette der Stadt Ffm. Ehrenvorsitzender der Administration der Dr. Senckenbergischen Stiftung und Ehrenmitglied der SNG.
Porträt (von Rudolf Gudden, 1929) im Besitz der Dr. Senckenbergischen Stiftung.

Lexika: Kallmorgen, Wilhelm: Siebenhundert Jahre Heilkunde in Ffm. Ffm. 1936. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission der Stadt Ffm. XI).Kallmorgen, S. 216. | Kutz, Corinna: Die Porträtsammlung der Dr. Senckenbergischen Stiftung. Ffter Bildnisse aus fünf Jahrhunderten. Bestandsverzeichnis und Ausstellungskatalog. Ffm. 2000.Kutz: Senck. Portr., S. 96, Farbtafel 16; S. 104; S. 135, Nr. 149; S. 136, Nr. 156.
Literatur:
                        
Bauer, Thomas: „Mit lebhaftem Bedauern und aufrichtigem Dank“. Der Mitteldeutsche Kunstgewerbe-Verein in der Zeit des Nationalsozialismus. Ffm. 2016.Bauer: Mitteldt. Kunstgewerbe-Verein in der Zeit d. NS 2016, S. 15, 17. | Drabek, Alexander: Die Dr. Senckenbergische Anatomie von 1914 bis 1945. Hildesheim 1988. (Ffter Beiträge zur Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin 7).Drabek: Dr. Senckenbergische Anatomie 1988, S. 129. | Hammerstein, Notker: Die Johann Wolfgang Goethe-Universität Ffm. Von der Stiftungsuniversität zur staatlichen Hochschule. Bd. I: 1914 bis 1950. Neuwied/Ffm. 1989.Hammerstein: JWGU I 1989, bes. S. 562. | Hansert, Andreas: Das Senckenberg-Forschungsmuseum im Nationalsozialismus. Wahrheit und Dichtung. Göttingen 2018.Hansert: Senckenberg-Forschungsmuseum im Nationalsozialismus 2018, S. 208-210, 213, 217, 227. | Stemmler, Gunter: Die Vermessung der Ehre. Zur Geschichte der Ehrenbürger, Ehrensenatoren sowie Ehrenmitglieder an deutschen Hochschulen und an der Universität Ffm. Ffm. [u. a.] 2012.Stemmler: Ehrenbürger u. Ehrensenatoren an der Univ. Ffm. 2012, S. 92, 126, 128, 133, 135, 161, 164 u. ö.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/594.

Bary, Heinrich de

Bary (auch: B.-Gontard), Johann Heinrich de. Bankier. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 24.7.1803 Ffm., Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.† 23.7.1872 Ffm.
Sohn des Handelsmanns Samuel de B. (1776-1853) und dessen Ehefrau Johannetta Veronica Henrietta, geb. Jordis (1783-1813). Verheiratet (seit 1831) mit Cäcilie Amalie de B., geb. Gontard (1812-1882).
Teilhaber des Ffter Bankhauses Heinrich Gontard & Co.
Von 1845 bis 1861 Mitglied der Ständigen Bürgerrepräsentation. Von 1852 bis 1854 und von 1856 bis 1857 Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung.
Als Schüler Pestalozzis begründete de B. den Ffter Pestalozzi-Verein mit.
Nachlass im ISG.

Lexika: Lengemann, Jochen: MdL Hessen 1808-1996. Biographischer Index. Hg. im Auftrag d. Hessischen Landtags. Mitarbeit: Andrea Mitteldorf und Roland Schmidt. Marburg 1996. [Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 48,7; Politische und Parlamentarische Geschichte des Landes Hessen (vormals Vorgeschichte und Geschichte des Parlamentarismus in Hessen) 14].Lengemann: MdL, S. 61f.
Literatur:
                        
Geschichte der Handelskammer zu Ffm. 1707-1908. Beiträge zur Ffter Handelsgeschichte. Hg. v. der Handelskammer zu Ffm. Ffm. 1908.Gesch. d. Handelskammer 1908, S. 1065.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/2.443.

Bary, Jakob de

Bary, Johann Jakob de. Geheimer Sanitätsrat. Dr. med. Arzt. Fachautor. Kommunalpolitiker. * 3.7.1840 Ffm., † 5.5.1915 Ffm.
Sohn von August Theodor de B. und dessen Ehefrau Caroline Emilie, geb. Meyer (1805-1887). Bruder von Heinrich Anton de B. Vater von August Georg Ludwig de B.
Verbrachte seine Assistenzarztzeit am Bürgerhospital in Ffm. 1865 als Arzt rezipiert. Hausarzt der Familie Rothschild.
Von 1883 bis 1912 Stadtverordneter (Fortschrittspartei). Mitglied des städtischen Gesundheitsamts, der Schwimmbad-Kommission, des städtischen Schulausschusses, der Anstaltsdeputation und des Völkermuseums. Trat als erster für die Schulzahnpflege ein. Besonderes Bemühen um die öffentliche Hygiene.
Mitglied der Armenklinik, deren Senior er ab 1886 war. Administrator des Clementine-Mädchen-Spitals. Wesentlich beteiligt an der Gründung der Zahnklinik „Carolinum“. Vorsitzender des Carolinums. Mitbegründer der Milchkuranstalt und des Ärztlichen Unterstützungsvereins, den er von 1883 bis 1912 leitete. Engagement in weiteren karitativen Einrichtungen und Fachorganisationen.
Seine Tochter Louise de B. (1875-1964) stand dem Carolinum seit der Gründung bis zu ihrer Pensionierung 1945 als Oberin vor.

Lexika: Kallmorgen, Wilhelm: Siebenhundert Jahre Heilkunde in Ffm. Ffm. 1936. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission der Stadt Ffm. XI).Kallmorgen, S. 216f.
Literatur:
                        
Maly, Karl: Die Macht der Honoratioren. Geschichte der Ffter Stadtverordnetenversammlung, Bd. I: 1867-1900. Ffm. 1992. (Veröffentlichungen der Ffter Historischen Kommission, Bd. XVIII/1).Maly: Stvv. I 1992, S. 209 u. ö. | Windecker, Dieter: 100 Jahre Freiherr Carl von Rothschild’sche Stiftung Carolinum. Die Geschichte der Stiftung und Entwicklung der Zahnklinik in der Johann Wolfgang Goethe-Universität zu Ffm. Berlin 1990.Windecker: Carolinum 1990, S. 137 u. ö.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/4.984.

Bary, Jakob Carl de

Bary, Jakob Carl de. Bankier. Stadtpolitiker. * 13.9.1795 Ffm., † 1.8.1878 Ffm.
Sohn des Bankiers Johann David de B. (1748-1812) und dessen Ehefrau Maria Elisabetha, geb. de Neufville (1764-1833).
Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung und der Ständigen Bürgerrepräsentation in Ffm.
Senior der Handelskammer.

Literatur:
                        
Geschichte der Handelskammer zu Ffm. 1707-1908. Beiträge zur Ffter Handelsgeschichte. Hg. v. der Handelskammer zu Ffm. Ffm. 1908.Gesch. d. Handelskammer 1908, S. 1064.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/630.

Bary, Marie de

Bary, Marie Elisabeth de. Malerin. * 31.5.1820 Ffm., † 29.11.1886 Ffm.
Tochter von Johann Daniel de B. (1790-1858) und dessen Ehefrau Maria Anna, geb. de B. (1800-1872).
Lehrzeit bei Eduard Schmidt von der Launitz, Heinrich Rosenkranz (1801-1851) und Elisabeth Schultz.
Marie de B. malte meist Landschaften und entwarf Initialen.

Lexika: Dessoff, Albert: Kunst und Künstler in Ffm. im 19. Jahrhundert. 2. Bd.: Biographisches Lexikon der Ffter Künstler im 19. Jahrhundert. Ffm. 1909.Dessoff, S. 6.

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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Bary, Familie de. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1766
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Stand des Artikels: 27.8.1986