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Lutteroth, Marianne

Marianne Lutteroth
Marianne Lutteroth
Porträtgemälde von unbekannter Hand (in Familienbesitz).
© Johanna Lutteroth, Pommerby.
Marianne Lutteroth
Marianne Lutteroth
Fotografie [aus Ffter Bll. f. Familiengesch. 2 (1909), Beilage Nr. 2, o. S.].
© entfällt. Diese Abbildung ist gemeinfrei.
Lutteroth, Marianne (auch: Mariane) Charlotte, geb. Gontard. Salonière. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 4.2.1798 Ffm., Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.† 27.3.1871 Ffm.
Aus der wohlhabenden Ffter Kaufmannsfamilie Gontard. Älteste Tochter des Kaufmanns Georg Ludwig, gen. Louis, Gontard (1769-1830) und dessen Ehefrau Charlotte Henriette, geb. Karcher (1779-1848). Vier Schwestern: Amalie Luise Gontard (seit 1819 verh. Gontard, 1799-1878), Sophie Auguste Gontard (seit 1835 verh. von Holzhausen, 1800-1867), Antonette Rosalie Gontard (1806-1887), Clotilde Alexandrine Clara Gontard (seit 1833 verh. Koch, 1813-1869). Susette Gontard, geb. Borkenstein (1769-1802), Hölderlins „Diotima“, war mit einem Vetter von L.s Vater verheiratet.
Verheiratet (seit 1816) mit dem Handelsmann Gottfried August, gen. Fritz, L. (1781-1839), der aus einer vermögenden Tuchhändler- und Tuchfabrikantenfamilie in Mühlhausen/Thüringen stammte und sich zunächst als Bankier in Leipzig niedergelassen hatte. Eine Stieftochter aus erster Ehe des Ehemanns: Pauline Eugenie L. (seit 1833 verh. Gontard, 1812-1902). Sechs gemeinsame Kinder: Mathilde Charlotte Alexandrine L. (seit 1840 verh. Varrentrapp, 1817-1890), Ludwig Ascan August L. (1818-1820), Emilie Louise L. (seit 1840 verh. Scharff, 1820-1847), Sophie Eugenie L. [seit 1841 verh. Mumm (von Schwarzenstein), 1822-1888], Henriette Charlotte Constanze L. (seit 1843 verh. du Fay, 1824-1907), Emma Pauline Agnes L. (seit 1844 verh. Metzler, 1827-1880).
Der Großvater, der Kaufmann Alexander Gontard (1733-1819), war durch die Heirat mit der Leipziger Seidenhändlerstochter Maria Anna Cäcilia, gen. Marianne, du Bosc (1738-1819) im Jahr 1759 zum Seidenhandel gekommen, bald mit eigener Firma am Alten Markt, später im 1793 erworbenen Haus zum Roten Löwen in der Großen Sandgasse/Ecke Neue Kräme (Lit. K 52, später Große Sandgasse 2; nicht erhalten). Die Seidenhandlung, deren Kapitalkraft auf eine halbe Million Gulden geschätzt wurde, führten seit 1798 die beiden Söhne Jakob Friedrich Gontard-Wichelhausen (1761-1843) und Georg Ludwig Gontard-Karcher (Mariannes Vater).
Im Februar 1797 hatte Ludwig Gontard die aus einem Saarbrücker Handelshaus stammende Charlotte Karcher geheiratet, und fast genau ein Jahr später wurde dem Ehepaar das erste Kind geboren, die Tochter Marianne Charlotte, deren Taufpatin die Großmutter väterlicherseits war. Marianne bekam vier Schwestern, von denen zwei, Amalie und Sophie, nur wenig jünger als sie waren, während die jüngste, Clotilde, erst kurz nach Mariannes 15. Geburtstag zur Welt kam. Die Familie wohnte vermutlich schon zu Mariannes Kinderzeit in dem Geschäftshaus in der Großen Sandgasse, das Ludwig Gontard später von seinem Vater erwarb (1810) und mit dem Nebenhaus zum Schwarzen Adler (auch: zur Goldnen Schmiede; Lit. K 51, später Neue Kräme 15-17; nicht erhalten) verband. Als Sommersitz hatte Ludwig Gontard bereits 1804 ein Landhaus an der Windmühle gekauft, das ehemalige Loën’sche Landgut mit barockem Garten (später Untermainkai 70). Über das Leben und die Erziehung von Marianne in ihrem Elternhaus ließ sich bisher nichts ermitteln; es finden sich auch keinerlei Anhaltspunkte für eine musikalische und künstlerische Ausbildung, wie sie ihre drei jüngsten Schwestern Sophie, Rosalie und Clotilde wohl erhalten haben.
Am 10.6.1816 wurde die 18-jährige Marianne Gontard in der Französisch-reformierten Kirche in Ffm. mit dem wohlhabenden Handelsmann Gottfried August, gen. Fritz, L. aus Leipzig getraut. Ihr Mann, fast 17 Jahre älter, war seit 1814 verwitwet und brachte eine dreieinhalbjährige Tochter mit in die Ehe. Mit der – durchaus standesgemäßen – Heirat 1816 erhielt Marianne das Ffter Bürgerrecht. Zunächst wohnte das Ehepaar L. jedoch in Leipzig. Dort war Gottfried L. seit 1808 als Teilhaber des Bankhauses „C. W. Lutteroth & Comp.“ tätig, das von seinem Cousin Christian Wilhelm L. (1772-1849) gegründet worden war. Nach einigen Jahren zog sich Gottfried L. aus dem aktiven Geschäft zurück und übersiedelte als Rentier mit seiner Familie nach Ffm. Die drei ältesten Kinder von Gottfried und Marianne L. waren 1817, 1818 und 1820 noch in Leipzig geboren worden, und der einzige Sohn war im Alter von 20 Monaten im April 1820 auch in Leipzig gestorben; die drei jüngeren Töchter kamen dann 1822, 1824 und 1827 schon in Ffm. zur Welt.
Auch über das Leben von Marianne L. in ihren Ehejahren ist wenig bekannt. Gemäß dem bürgerlichen Rollenverständnis der Zeit dürfte ihr Alltag als Ehefrau und Mutter von den Pflichten in der Haushaltsführung und Kindererziehung geprägt gewesen sein. Ihr Mann soll in Leipzig und später in Ffm. ein großes und gastliches Haus unterhalten haben, in dem sich politisch und wissenschaftlich interessierte Kreise trafen. Den passenden großbürgerlichen Rahmen dafür bot in Ffm. das „Haus Lutteroth“ (Lit. E 230b, später Roßmarkt 12), das die Familie wohl spätestens seit den ausgehenden 1820er Jahren bewohnte. Dieses herrschaftliche klassizistische Wohnhaus in bevorzugter Stadtlage, erbaut von dem Architekten Nicolas Alexandre Salins de Montfort (um 1816-17, Inneneinrichtung fertiggestellt bis 1819), war eigentlich unter Johanna Catharina, gen. Jeanne, L., geb. Manskopf (1780-1866), als Bauherrin entstanden. Die gebürtige Frankfurterin und Ehefrau des Leipziger Cousins Christian Wilhelm L. lebte mit Mann und Kindern jedoch bereits seit 1816 (also schon zur Bauzeit des Ffter Hauses) in Paris, wo sie schließlich so sesshaft wurde, dass sie Gottfried L. und dessen Familie das Ffter Domizil überließ. Im Sommer 1839 kaufte Marianne L. das Haus am Roßmarkt aus dem Besitz von Johanna Catharina L.
Wenige Monate zuvor, im Februar 1839, war Gottfried L. plötzlich gestorben. Unverzüglich ging Marianne L. daran, ihre Angelegenheiten zu regeln, wozu nicht nur der Erwerb des langjährigen Wohnhauses am Roßmarkt gehörte. Ein wichtiges Anliegen der Witwe war die Versorgung ihrer fünf Töchter. Zunächst beantragte und erhielt sie am 9.7.1839 das Ffter Bürgerrecht für ihre Töchter, wobei sie angegeben hatte, dass jedes ihrer Kinder ein Vermögen von mehr als 15.000 Gulden (wohl aus dem väterlichen Erbe) besitze. Auf dieser Basis konnte sie ihre Töchter zügig und standesgemäß verheiraten. Bereits am 8.4.1840, bald nach Ablauf des Trauerjahrs, gab es eine Doppelhochzeit im Hause L.: Die älteste Tochter Mathilde heiratete den Arzt Johann Georg Varrentrapp (1809-1886), die zweite Tochter Emilie den Advokaten Friedrich Adolf Scharff (1812-1881). Es folgten die Hochzeiten von Eugenie mit dem Kaufmann Hermann Jacob Georg Mumm (seit 1873: von Schwarzenstein; 1816-1887) im Jahr 1841, von Constanze mit dem Kaufmann Johann Noe Jacob Georg du Fay (1816-1879) im Jahr 1843 und schließlich von Emma mit dem Bankier Wilhelm Peter (seit 1902: von) Metzler (1818-1904) im Jahr 1844. Die Stieftochter Pauline hatte bereits 1833, noch zu Lebzeiten des Vaters, den aus Ffm. stammenden Kaufmann Friedrich Alexander Gontard (1810-1849) geheiratet, der später bei den Barrikadenkämpfen in Leipzig im Mai 1849 ums Leben kam. Alle Töchter hatten somit in angesehene Ffter Familien eingeheiratet.
Um die Mitte des 19. Jahrhunderts war der Salon der Frau L. in ihrem Haus am Roßmarkt ein gesellschaftlicher Mittelpunkt in Ffm. Nach dem Tod ihres Mannes hatte die Witwe die Gastfreundschaft in ihrem Haus fortgesetzt und noch gesteigert. Wahrscheinlich trat sie damit auch in Konkurrenz zu ihrer Schwester Clotilde Koch, die als Ehefrau des britischen Konsuls in Ffm. (seit 1833) regelmäßig große Gesellschaften für – teils sehr prominente – Gäste aus England zu geben hatte. Bei Marianne L. verkehrten bald die Spitzen der städtischen Gesellschaft ebenso wie Bundestagsgesandte, Diplomaten und auswärtige Aristokraten. Die als temperamentvoll und geistreich geltende Frankfurterin lud sie zum Tee oder zum Diner, oft zu Ehren eines besonderen Gastes, der gerade in der Stadt weilte, oder gelegentlich stellte sie befreundeten Damen ihren Balkon zur Verfügung, von dem aus sich das Geschehen auf dem Roßmarkt – etwa bei Truppenparaden – gut überblicken ließ. Schnell wurde L. weit über Ffm. hinaus berühmt für ihre gesellschaftlichen Ereignisse und besonders für ihre glanzvollen Bälle, die auch der Vernetzung dienten – anfangs durchaus im Sinne einer vorteilhaften Verheiratung der eigenen Töchter, die dann jeweils mit einem „herrlichen Hochzeitsdiner“ (Josefine Buhl) gefeiert wurde. In späteren Jahren veranstaltete L. manche Geselligkeiten in ihrem Hause offenbar zur Unterstützung ihrer jüngsten Tochter Emma, die, bei ihrer Einheirat in die renommierte Ffter Bankiersfamilie Metzler erst 16 Jahre alt, sich dadurch leichter in der großen Gesellschaft behaupten sollte. Ab 1848 fanden die Geselligkeiten von L. im Sommer in dem Landhaus mit Garten an der Windmühle statt, das sie nach dem Tod der Mutter Charlotte Gontard (3.2.1848) aus dem elterlichen Besitz geerbt hatte.
Bei ihrem Engagement ging es L. vorrangig um Geselligkeit auf einem gehobenen bürgerlichen Niveau, das zu ihrer besonderen Ehre als Gastgeberin auch dem Anspruch hochadeliger Gäste genügen konnte. Sie verfolgte damit offenbar keine kulturellen Interessen, anders als ihre drei künstlerisch begabten jüngsten Schwestern, und auch keine politischen Ideen. Das Vorparlament und die Nationalversammlung 1848/49 in Ffm. stellten L. somit wohl weniger vor eine politische als vielmehr vor eine „gesellschaftliche“ Herausforderung. Es ist nicht belegt, ob sie die Sitzungen des ersten gesamtdeutschen Parlaments in der Paulskirche überhaupt einmal oder, wie ihre Schwester Clotilde Koch, sogar regelmäßig als Zuschauerin verfolgte. Überliefert ist jedoch ein Zeitzeugenbericht des aus Leipzig stammenden Abgeordneten Karl Biedermann (1812-1901), der für die Zeit des Vorparlaments bei L.s Schwiegersohn Georg Varrentrapp im zweiten Stock des Hauses L. am Roßmarkt logierte: „Frau Lutteroth selbst, eine stattliche Dame von lebhaftem Geiste, hatte ebenfalls einem Mitgliede des Vorparlaments bei sich Wohnung geben wollen, und zwar am liebsten einem hervorragenden Demokraten – wohl aus einem gewissen Reize des Contrastes, denn bis dahin war sie immer gewohnt gewesen, in ihren prächtigen Salons die Crême der heimischen und auswärtigen Aristokratie, Diplomaten, Bundestagsgesandte u. s. w. zu empfangen und zu bewirthen. Irre ich nicht, so war jetzt der freigemeindliche Prediger Baltzer [d. i. Eduard Baltzer (1814-1887)] aus Nordhausen ihr Gast. Sie hielt auch während der drei Tage des Vorparlaments eine Art offener Tafel, und es ward als selbstverständlich angenommen, daß sowohl Baltzer als ich dazu mitbringen könnten, wen wir wollten. Übrigens klagte Frau Lutteroth – zwar nicht öffentlich, aber im Vertrauen, so oft sie (was täglich geschah) auf ein Plauderstündchen zur Frühkaffeezeit bei ihrem Schwiegersohn erschien, über den Terrorismus, den die Demokratie in Frankfurt übe, und wie ihr selbst dadurch der gewohnte Lebensgenuß verkümmert werde. Sie wage es nicht mehr, in ihrer Equipage auszufahren, ja kaum noch, gute Handschuhe auf der Straße zu tragen – aus Furcht, insultirt zu werden.“ (Biedermann: Mein Leben u. ein Stück Zeitgeschichte 1886, Bd. 1, S. 322.)
In den eigentlichen Parlamentstagen ab Mai 1848 führte L. die Gewohnheiten einer kultivierten Gastlichkeit in ihrem Hause fort, wie wiederum Karl Biedermann in seinen Erinnerungen berichtet: „Ein sehr gewählter Kreis pflegte sich in den reichgeschmückten Salons und an der mit Silber schwer belasteten Tafel der Frau Lutteroth zu versammeln. Da fand man sich mit Männern wie Gagern, Jacob Grimm, E. M. Arndt und anderen Notabilitäten des Parlaments zusammen; da wechselten heitere mit ernsten, freigesellige mit politischen Unterhaltungen. Bei einem solchen Diner lernte ich auch durch H(einrich) von Gagern dessen ehrwürdigen Vater, den alten Hans von Gagern, kennen, der mir leibhaftig den Wiener Congreß, den zweiten Pariser Frieden und die Flitterwochen des weiland Bundestags, wobei er überall thätig gewesen, vergegenwärtigte.“ (Ebd., Bd. 1, S. 374.) Die Verbindung L.s zu Heinrich von Gagern dürfte höchstwahrscheinlich auf ihre Schwester Clotilde Koch zurückgehen, die Gagern und dessen Politik in ihrem Salon förderte. Clotilde Koch notierte damals in ihrem Tagebuch etwa eine Begegnung mit dem General August Giacomo Jochmus (1808-1881), dem Außen- und Marineminister der Provisorischen Zentralgewalt (28.7.1848), einen Ball (13.11.1848) und ein Diner zu Ehren von Gagern (9.12.1848), die sie im Hause L. erlebte (wobei Gagern seine Teilnahme an dem Diner wegen einer Einladung zum Reichsverweser absagte). Zudem unterhielt L.s Tochter Emma Metzler zur Zeit des Paulskirchenparlaments einen eigenen Salon, wo sie „einen interessanten Kreis von Diplomaten, Staatsmännern, höheren Offizieren um sich versammelte“ (Valentin: Ffm. u. die Revolution von 1848/49, S. 195), darunter Felix Fürst Lichnowsky.
Ein soziales Engagement ließ sich für L. bisher nicht nachweisen, auch wenn sie, wie ihre Schwester Clotilde Koch, dem Ffter Frauenverein angehörte. Im Frühsommer 1849 arbeitete sie jedoch tatkräftig in einem Lazarett mit, das kurzfristig für verwundete und kranke Soldaten, die auf preußischer Seite für die Niederschlagung der Badischen Revolution gekämpft hatten, organisiert wurde. Am 17.6.1849 waren die ersten Verwundeten in Ffm. eingetroffen und in der Westendhall, die im vorangegangenen Winter als Kaserne gedient hatte, notdürftig untergebracht worden, in schmutzigen Zimmern und ohne jegliches Pflegepersonal. Über die Einrichtung des preußischen „Soldatenspitals“ schrieb L.s Nichte Charlotte Koch (seit 1856 verh. Limburger, 1834-1901) in einem Brief: „Am Abend ging Papa [d. i. L.s Schwager Robert Koch (1808-1865)] hin, um sich die Sache anzusehen. Er fand ungefähr zwölf kranke Soldaten, die aber auf das schlechteste versorgt waren. (…) Auf diese Nachricht begab sich Mama [d. i. L.s Schwester Clotilde Koch] zu Tante Lutteroth, welche sich sehr gern bereiterklärte, sie nach der Westendhall zu begleiten. Beide faßten sogleich den Entschluß, sich um die Einrichtung des Hospitals zu bekümmern. Sie gingen zu dem Major Deetz [d. i. Albert August Wilhelm Deetz (1798-1859), Stadtkommandant von Ffm.], welcher ihre Hilfe sehr dankbar annahm und sich mit allem einverstanden erklärte. Es wurde zuerst zur Reinigung des Hauses geschritten, Köchinnen angenommen usw. Jetzt sind schon 200 kranke Preußen zu versorgen. Bis es nun völlig organisiert ist, muß täglich eine der Damen den Morgen dort zubringen und, den Küchenschürz vor, tätig sein. Tante Lutteroth ist besonders nützlich dabei, denn sie scheut keine Anstrengung.“ [Charlotte Koch an Josefine Buhl, Ffm., ca. 20.6.1849. Zit. nach Klötzer (Bearb.): Clotilde Koch-Gontard an ihre Freunde 1969, S. 105.] L. selbst berichtete rückblickend „von über 100 hier zurückgebliebenen Kranken und Maroden, die der preußische Platzkommandant Major v. Deetz in die Westendhalle (…) eingewiesen, ohne Vorsorge für deren Unterhalt getroffen zu haben. Ich unterzog mich mit drei meiner Schwestern gern dieser Menschenpflicht. Nachdem wir die nöthigen Anschaffungen gemacht, besorgten wir persönlich während dreier Wochen den Haushalt und die Krankenpflege. Ein preußischer Beamter übernahm dann die Anstalt und erstattete mir die Auslage von fl. 700. Ich erhielt ein anerkennendes Billet der Königin Elisabeth [d. i. Königin Elisabeth von Preußen, geb. Prinzessin von Bayern (1801-1873)] und eine goldene Medaille mit ihrem Bildniß.“ (Marianne Lutteroth: Aus dem Jahre 1866, S. 17.) Der für L. eher ungewöhnliche Einsatz für das preußische „Soldatenspital“ dürfte auch als Ausdruck ihrer Haltung gegen Revolution und Krieg zu sehen sein. Eine gewisse Neigung zur Wohltätigkeit zeigte L. später in ihrem Testament (30.8.1866), worin sie einen Betrag von insgesamt 2.200 Gulden für gemeinnützige Zwecke bestimmte (500 Gulden für den Ffter Frauenverein, je 300 Gulden für die Diakonie der Französisch-reformierten und der Deutsch-reformierten Gemeinde sowie den lutherischen Almosenkasten, je 200 Gulden für die „Klinik“ [d. i. vermutlich das Bürgerhospital], den Pestalozzi-Verein, das [Dr. Christ’sche] Kinderhospital und die Diakonissenanstalt).
Nach der mehrwöchigen Episode der Arbeit im „Soldatenspital“ im Sommer 1849 unternahm L. zusammen mit ihrer Schwester Clotilde Koch eine Reise nach Hamburg und vermutlich, falls „es die Cholera erlaubt(e)“, nach Berlin, bevor sie zu ihrem Alltag in Ffm. zurückkehrte. In ihrem Jahreslauf der Geselligkeiten ließ sich L. wohl nie unterbrechen, und so begann auch im Winter 1849/50 wieder die Ballsaison in ihrem Hause. Während ihre Schwester Clotilde Koch solche Anlässe wie den Ball bei L. am 5.11.1849 nutzte, um politische Meinungen zu sammeln und etwa an Gagern weiterzugeben, sonnte sich Marianne L. im Glanz ihrer Gäste, wozu diesmal der Prinz von Preußen (der spätere Kaiser Wilhelm I., 1797-1888) und „alle Hautevolee, die wir im Augenblick hier besitzen“, gehörten. [Clotilde Koch an Max von Gagern, Ffm., 5.11.1849. Zit. nach Klötzer (Bearb.): Clotilde Koch-Gontard an ihre Freunde 1969, S. 114.] In den 1850er Jahren verkehrte Otto von Bismarck während seiner Zeit als preußischer Bundestagsgesandter in Ffm. bei Marianne L. und vor allem auch bei deren Tochter Emma Metzler, die inzwischen ihren Salon als preußisches Pendant zu dem seinerzeit sehr angesehenen, österreichisch gesinnten Salon der Baronin Vrints (Marie Josefine Freifrau von Vrints zu Treuenfeld, 1798-1856) in Ffm. etabliert hatte. Bismarcks Ehefrau Johanna, geb. von Puttkamer (1824-1894), knüpfte anfangs Kontakte zu Marianne L. und Clotilde Koch, besuchte auch musikalische Abende bei Emma Metzler und lud die Damen zum Tee ein, blieb dann aber distanziert, vor allem im Verhältnis zu Emma Metzler. Mitte Oktober 1858 vergnügte sich Bismarck als Strohwitwer „auf einem Ball bei der Lutteroth“ und einem Diner (mit einem „Weinlese-Feuerwerk im Garten“) beim Ehepaar Metzler, wie er brieflich berichtete [Otto von Bismarck an seine Schwiegermutter Luitgarde Agnese von Puttkamer, Ffm., 17.10.1858. Zit. nach Bismarck (Hg.): Bismarcks Briefe an seine Braut u. Gattin 1900, 2. Aufl. 1906, S. 393f.].
Clotilde Koch, die zu jener Zeit „gesellschaftsmüde“ geworden war und sich eher notgedrungen in die entsprechenden Verpflichtungen fügte, sah den gesteigerten Hang der Schwester zur Geselligkeit besorgt und durchaus kritisch, wie sie ihrer Freundin gelegentlich in Briefen anvertraute: „Mariannens Richtung bleibt bei tausend herrlichen Eigenschaften dieselbe – hoffentlich reicht ihr das für die späteren Lebenstage auch aus.“ [Clotilde Koch an Ernestine Platzmann, Ffm., 16.6.1855. Zit. nach Klötzer (Bearb.): Clotilde Koch-Gontard an ihre Freunde 1969, S. 269.] – „Im Lutterothischen Kreis und Zirkel wird die Wut nach Geselligkeit um jeden Preis immer fühlbarer. Marianne ist sich nicht bewußt, wie sehr sie sich mehr und mehr von dem natürlichen Lebensweg entfernt und wie vielem dadurch bei den Töchtern Vorschub geleistet wird.“ (Clotilde Koch an Ernestine Platzmann, Ffm., 18.1.1856. Zit. nach: ebd., S. 271.) – „Im Lutterothischen Hause nimmt das Leben mehr eine frivole Tendenz denn je. Die Töchter sind älter geworden, die Kurmacher deshalb seltener. Marianne sucht durch allabendliche Geselligkeit zu ersetzen, was sonst abfallen könnte von dem Hofstaate der Madame Metzler. Der gute Kern, die vortreffliche Natur, der richtige Verstand in Marianne sind oft umnebelt von all dem Treiben. Sie lebt und denkt nur für die Geselligkeit, und mich erfüllt es mit Wehmut, wenn ich die fast sechzigjährige Frau sich so abmühen sehe, um ein Etwas, was ihr durchaus nichts Reelles, fast keinen einzigen wahren Freund zubringt. Daß die Hauptsache ihr fehlt, muß sie stundenweise doch empfinden. Mich dauert sie und wird sich später, glaube ich, immer noch mehr selbst dauern.“ (Clotilde Koch an Ernestine Platzmann, Ffm., 21.2.1856. Zit. nach: ebd., S. 274.) Diese Äußerungen von Clotilde Koch, auch wenn eine gewisse Rivalität unter Schwestern darin mitschwingen mag, dürften L. und ihre Lebensauffassung in späteren Jahren ziemlich treffend charakterisieren.
Anlass zu einem der letzten gesellschaftlichen Höhepunkte im Hause L. bot der Ffter Fürstentag im Spätsommer 1863. Damals sollen alle teilnehmenden gekrönten Häupter bei L. in deren Landhaus am Main zu Gast gewesen sein, auch Kaiser Franz Joseph I. von Österreich (1830-1916), während der preußische König Wilhelm I. dem Fürstentag ferngeblieben war. Drei Jahre später wurde die Freie Stadt Ffm. von Preußen okkupiert (16.7.1866) und annektiert (8.10.1866). Die Vorgänge schilderte L. in einer Broschüre „Aus dem Jahre 1866“, die sie im Dezember 1866 niederschrieb und anonym – nur mit der Verfasserangabe „Von einer Frankfurterin“ – drucken ließ; aufgrund von Namen und Ortsangaben in der Broschüre war die Verfasserin allerdings für ihre Bekannten unschwer zu erkennen. In den Verlauf der Ereignisse flocht L. in ihren Bericht immer wieder persönliche Erlebnisse und Erfahrungen, vor allem aus den ersten Wochen der preußischen Besatzung, ein. Anfangs klingt das so, als habe sie sich, wie seinerzeit in den Revolutionstagen 1848, lediglich in ihrem gewohnten Luxusleben gestört gefühlt. So galt ihre erste Klage der Beschlagnahmung ihrer Schimmel, zusammen mit 700 anderen Pferden, so dass Ffter Bürgern und vor allem Damen keine Equipagen für Besuche und Besorgungen mehr zur Verfügung gestanden hätten. Angesichts der Zwangsmaßnahmen gegen die besetzte Stadt bekam es L. zunehmend mit der Angst um ihre Existenz zu tun. Ihr halbes Vermögen, das die Bankiers in ihren Kassen nicht mehr für sicher hielten, brachte sie in Staatspapieren der englischen Diplomatengattin Lady Marianne Malet (1810-1891) zur Aufbewahrung. Insgesamt liest sich L.s Bericht mehr und mehr wie ein „mutige(s) Bekenntnis gegen den Militarismus“ (Hans Majer-Leonhard). Die Einquartierung der preußischen Truppen in Ffter Haushalten empfand L. als „sehr schwer“ und angesichts des von der Besatzungsmacht herausgegebenen Speisezettels zur Verköstigung der einquartierten Soldaten „für Unbemittelte hart“ (Marianne Lutteroth: Aus dem Jahre 1866, S. 9). Nach eigenen Angaben hatte sie in ihrem Haus am Roßmarkt und ihrem Sommerhaus in dem Garten am Main ein „gewöhnliche[s] Quantum von 27 Soldaten“ zu versorgen (ebd., S. 10); zu Beginn der Einquartierungen im Juli 1866 saßen einmal sogar 44 Soldaten, sechs Unteroffiziere und drei Offiziere bei ihr am Mittagstisch. „In vielen Häusern wurden von Offizieren und Unteroffizieren die größten Brutalitäten begangen“, berichtete L. entsetzt. „Von der Klinge ziehen gegen alte wehrlose Damen, z. B. eine meiner Schwestern, war oft die erste Demonstration, wenn nicht gleich alle, auch die eigenen Zimmer zur Auswahl geöffnet wurden.“ (Ebd., S. 12.) Aus einer Auflistung weiterer Bedrohungen, Misshandlungen und Rücksichtslosigkeiten des preußischen Militärs gegen die Ffter Bevölkerung zog sie den Schluss, dass sie, trotz früherer Truppendurchzüge (wie z. B. von „Napoleons Heeresmassen mit den gefürchteten Marschällen“), „nie einen Terrorismus und Säbelwirthschaft wie die, die wir jetzt hatten“, erlebt habe. (Ebd., S. 14f.) Vom Verhalten der preußischen Besatzungsmacht war sie besonders enttäuscht, da einst deren Vertreter – der König, mehrere Prinzen und alle Bundestagsgesandten – ihre Gastfreundschaft genossen und noch im vergangenen Winter zahlreiche hohe Offiziere und deren Frauen ihren Salon „als gern gesehen Habitués“ besucht hatten. (Ebd., S. 16.) Infolge der Annexion erwartete L. längerfristig, nicht zuletzt aufgrund der hohen Kontributionszahlungen, den „gänzliche(n) Ruin der Stadt“. (Ebd., S. 20.) „Als freie Bürgerin meiner lieben Vaterstadt (…) verließ ich im Mai meine Stadtwohnung für den gewöhnlichen Sommeraufenthalt“, konstatierte L. schließlich, „und nach wenigen Monaten voll unsäglicher Sorgen, Aengsten und bitteren Erfahrungen kehrte ich zurück als ? ? ? – Ich werde mich nie freiwillig Unterthanin eines Staates nennen, der jedes Recht der Gewalt hintansetzt.“ (Ebd., S. 20f.)
Die Broschüre erregte Aufsehen in preußischen Kreisen, zumal wenn sie früher zu Gast bei L. gewesen waren. Auch Bismarck war „von dritter Hand“ ein Exemplar der Schrift zugestellt worden. Als Mariannes Neffe Christian Friedrich L. (1822-1896), Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses, im November 1867 zu einem Diner im Hause Bismarck in Berlin eingeladen war, kam es zu einem Eklat. Nachdem der Abgeordnete sich der Gastgeberin Johanna von Bismarck vorgestellt hatte, fragte sie ihn mit auffallend lauter Stimme, ob er „nicht nahe verwandt mit jener alten Frau Lutteroth“ sei, „die uns so grimmig hasst“. Die vor Entsetzen stumme Gesellschaft witterte schon einen Skandal, aber Christian L. zog sich mit charmanter Diplomatie gerade noch aus der Affäre. Bismarck war die Szene offenbar so unangenehm, dass er dem Abgeordneten L. schon am nächsten Tag eine Einladung zu einem parlamentarischen Diner zukommen ließ, bei dem er, seine Frau und seine Tochter dann dem Gast „mit der grössten Liebenswürdigkeit“ begegneten. Als Christian L. später im Rauchsalon von der Hausherrin eine Zigarre angeboten wurde, erlaubte er sich – wie er aus der Erinnerung schilderte – „die Bemerkung ‚nehmen wir an, Frau Gräfin, dies sei eine Friedenspfeife‘, auf welchen Scherz die Gräfin Bismarck mit freundlichem Lächeln einging“. (Christian Friedrich Lutteroth: Meine ersten beiden Diners bei Bismarck 1867 und die Annexion von Ffm. 1866. Ffter Bll. f. Familiengesch. 2 (1909), Beilage Nr. 2, o. S.)
Den Friedensschluss von Fft. am 10.5.1871 hat Marianne L. nicht mehr erlebt. Etwas mehr als sechs Wochen zuvor, am 27.3.1871, ist sie in ihrem Haus am Roßmarkt gestorben.
Ihr Testament hatte L. bereits im August 1866, unter dem frischen Eindruck der preußischen Besatzung ihrer Heimatstadt, gemacht. Gemäß ihren testamentarischen Bestimmungen blieb L.s beträchtliches Vermögen zum größten Teil in der Familie. Es wurde unter den vier lebenden Töchtern sowie – anstelle der früh verstorbenen Tochter Emilie Louise Scharff – zwei Enkelinnen und einer Urenkelin als Erbinnen aufgeteilt. Zu diesem Zweck wurden die beiden Immobilien aus L.s Besitz im Januar 1872 verkauft, das Haus am Roßmarkt für 235.000 Gulden an die Ffter Wechslerbank und der Garten mit der Villa an der Windmühle für 145.000 Gulden an die Süddeutsche Immobiliengesellschaft in Mainz. Das Haus am Roßmarkt wurde noch 1872 durch den Bau einer runden Säulenhalle mit Glasoberlicht im Innenhof unter Maurermeister Philipp Carl Kayser (auch: Kaysser) stark verändert; nachdem der Schneidermeister Johann Christoph Jureit das Gebäude um 1882 erworben hatte, ließ er es von dem Architekten Heinrich Theodor Schmidt unter kompletter Neugestaltung der Fassade zu seinem Geschäftshaus umbauen (1883-84; Geschäftshaus kriegszerstört 1944). Die Villa mit dem Garten am Untermainkai erwarb 1880 der Bauunternehmer Philipp Holzmann als Wohnhaus für sich und seine Familie (Villa abgerissen 1928, auf dem Gelände das Gewerkschaftshaus errichtet 1930-31).

Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Sabine Hock.
Artikel in: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 480, verfasst von: Sabine Hock.

Lexika: Richel, Arthur: Katalog der Abteilung Fft. [der Ffter Stadtbibliothek]. Bd. 2: Literatur zur Familien- und Personengeschichte. Ffm. 1929.Richel, S. 361.
Literatur:
                        
Archiv für Fft.s Geschichte und Kunst. Bisher 78 Bde. Ffm. 1839-2019.Voelcker, Heinrich: Das gesellschaftliche und geistige Leben in Ffm. zur Zeit der Bundestagsgesandtschaft Otto v. Bismarcks 1851-1859. In: AFGK IV,2 (1929), S. 182-203, hier S. 182f., 188, 196. | Alt-Fft. Vierteljahrschrift für seine Geschichte und Kunst. Hg. v. Rudolf Jung u. Bernard Müller im Auftr. des Vereins für Geschichte und Altertumskunde, des Vereins für das Historische Museum u. der Numismatischen Gesellschaft. Ffm. 1909-13/14. Zunächst einmalige Fortsetzung des Titels: Ein Heimatbuch aus dem Maingau. Auf Veranlassung des Vereins für Geschichte und Altertumskunde, des Vereins für das Historische Museum u. der Numismatischen Gesellschaft zu Ffm. hg. v. Bernard Müller. Ffm. 1917. Spätere Neuauflage des Titels: Geschichtliche Zeitschrift für Fft. und seine Umgebung. Hg. v. Heinrich Voelcker u. Otto Ruppersberg. Ffm. 1928-30.Aus dem Jahre 1866. Aufzeichnungen von Frau Marianne Lutteroth geborenen Gontard (...). In: Alt-Fft. NF 1 (1928), H. 2, S. 21-23 (mit einer kurzen Einleitung von Hans Majer-Leonhard). | Bankhistorisches Archiv (BA). Zeitschrift zur Bankengeschichte. Hg.: Der Wissenschaftliche Beirat des Instituts für Bankhistorische Forschung. 41 Jahrgänge. Stuttgart 1975-2015.Lappenküper, Ulrich: Otto Bismarck und Emma Metzler 1851-1880. In: Bankhistorisches Archiv 41 (2015), H. 1-2, S. 2-20. | Biedermann, Karl: Mein Leben und ein Stück Zeitgeschichte. Eine Ergänzung zu des Verfassers „Dreißig Jahren deutscher Geschichte“. 2 Bde. Breslau u. a. 1886.Biedermann: Mein Leben u. ein Stück Zeitgeschichte 1886, Bd. 1, S. 322, 374. | Bismarck, Herbert von (Hg.): Fürst Bismarcks Briefe an seine Braut und Gattin. Stuttgart 1900.Bismarck (Hg.): Bismarcks Briefe an seine Braut u. Gattin 1900, 2. Aufl. 1906, S. 393f. | Dahl, Wilhelm Frithjof: Die Tätigkeit des Baumeisters Salins de Montfort in Ffm. Ffm. 1929. (Schriften des HMF 5).Dahl, Wilhelm Frithjof: Das ehemalige Haus Lutteroth (...). In: Dahl: Salins de Montfort in Ffm. 1929, S. 79f. | Ffter Blätter für Familiengeschichte. Hg. v. Karl Kiefer. 7 Jahrgänge. Ffm. 1908-14.Das Geschlecht der Lutteroth. In: Ffter Bll. f. Familiengesch. 1 (1908), S. 44-47 (mit Stammreihen, Stammbaum des Ffter Zweigs und einer Kunstbeilage). | Ffter Blätter für Familiengeschichte. Hg. v. Karl Kiefer. 7 Jahrgänge. Ffm. 1908-14.Lutteroth, Marianne: Aus dem Jahre 1866. / Lutteroth, Christian Friedrich: Meine ersten beiden Diners bei Bismarck 1867 und die Annexion von Ffm. 1866. / Die Nachkommen von Gottfried August und Marianne Lutteroth. Hg. v. Ascan Wilhelm Lutteroth. Ffter Bll. f. Familiengesch. 2 (1909), Beilage Nr. 2. | Clotilde Koch-Gontard an ihre Freunde. Briefe und Erinnerungen aus der Zeit der deutschen Einheitsbewegung 1843-1869. Bearb. von Wolfgang Klötzer. Ffm. 1969. (Ffter Lebensbilder 16).Klötzer (Bearb.): Clotilde Koch-Gontard an ihre Freunde 1969, S. 12, 37, 41 Anm. 1, 51f., 105, 107, 114, 130 Anm. 1, 259 Anm. 4, 269, 271, 274, 297, 328 m. Anm. 117, 351, 355, 386-388, 401 m. Anm. 14, 420f. sowie die Familientafel auf S. 425f. (m. Abb. 31 neben S. 176). | Leweke, Wendelin: Berühmte Ffter. 57 Begegnungen mit der Geschichte. Mit einem Vorwort von Wolfgang Klötzer. Ffm. 1988.Leweke: Ffter 1988, S. 157-161. | [Lutteroth, Marianne:] Aus dem Jahre 1866. Von einer Frankfurterin. (Als Manuskript gedruckt.) [Ffm. um 1866/67.]Lutteroth, Marianne: Aus dem Jahre 1866. | Lutteroth, Mathilde: Das Geschlecht Lutteroth. Als Manuskript gedruckt. Hamburg 1902.Lutteroth, Mathilde: Das Geschlecht Lutteroth 1902, S. 46, 49f., 291, 293f., 382-384 (m. Abb. auf dem Frontispiz und nach S. 292). | Paquet, Alfons: Die Ffterin. Ffm. 1947, Neuaufl. 1970.Paquet: Die Ffterin 1947, Neuaufl. 1970, Abb. Nr. 67 m. Erläuterungen auf S. 134. | Valentin, Veit: Ffm. und die Revolution von 1848/49. Stuttgart/Berlin 1908.Valentin: Ffm. u. die Revolution von 1848/49, S. 195f.
Quellen: Adressbuch der Stadt Ffm., 1832-2003.Adr. 1835, S. 116; 1841, S. 174; 1849, S. 187; 1871, S. 214, 468, 495. | ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbücher, Ffm., 1533-1848 bzw. 1849-1939.Eintrag der Heirat mit Gottfried August Lutteroth, Ffm., 10.6.1816: ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbuch 24 (1816-18), S. 69, Nr. 108. | ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Toten-/Sterbebücher (Beerdigungs- bzw. Sterbebücher), Ffm., 1565-1850 bzw. 1851-1989.Sterbeeintrag des Ehemanns Gottfried August Lutteroth, gest. am 18.2.1839: ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Toten-/Sterbebuch 69 (1839), S. 98, Nr. 183. | ISG, Bestand Nachlassakten (Best. H.15.15), 1813-1920; erschlossen über Archivdatenbank.ISG, Nachlassakten 1839/5.722 (Lutteroth, Marianne Charlotte, geb. Gontard: Kauf und Transkription des Hauses auf dem Roßmarkt Lit. E 230b). | ISG, Bestand Nachlassakten (Best. H.15.15), 1813-1920; erschlossen über Archivdatenbank.ISG, Nachlassakten 1848/207 (Lutteroth, Marianne Charlotte, geb. Gontard: Vergünstigung zum Verkauf einer Wiese am Gutleuthof). | ISG, Bestand Nachlassakten (Best. H.15.15), 1813-1920; erschlossen über Archivdatenbank.ISG, Nachlassakten 1871/393 (Lutteroth, Marianne Charlotte, geb. Gontard: Nachlass). | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/13.185. | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/3.840 (Familie Lutteroth). | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S3 (mit Kleinschriften, bes. Zeitungsausschnitten, zur Ortsgeschichte).ISG, S3/5.258 (Haus Lutteroth). | ISG, Bestand Senatssupplikationen (Best. H.02.16), 1814-68.ISG, Senatssuppl. 6/26 (Lutteroth, Marianne Charlotte, geb. Gontard: u. a. Erteilung des Bürgerrechts und Genehmigung des auswärtigen Aufenthalts in Leipzig, 1816; Erteilung des Bürgerrechts an die fünf Töchter, 1839).

GND: 117323535 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Lutteroth, Marianne. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/39

Stand des Artikels: 25.11.2023
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 11.2023.