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Thomas, Gerhard

„Senator Thomas“.

Thomas, Johann Gerhard Christian. J. U. D. [d. i. Juris Utriusque Doctor]. Politiker. Rechtshistoriker. * 5.2.1785 Ffm., † 1.11.1838 Ffm.
Verheiratet in erster Ehe (seit 1812) mit Marie Anna T., geb. Feurer (1786-1815), einer Arzttochter aus Würzburg, in zweiter Ehe (seit 1819) mit Anna Rosina Magdalena, gen. Rosette, T., geb. Willemer, verw. Städel (1782-1845), der ältesten Tochter des Ffter Bankiers Johann Jakob (von) Willemer und Stieftochter von Marianne von Willemer. Fünf Kinder aus zweiter Ehe.
Besuch des Ffter Gymnasiums. Seit 1802 Jurastudium, zunächst in Gießen, dann (1805-07) in Würzburg. Von 1807 bis 1809 Rechtsanwalt in Ffm., hauptsächlich als juristischer Vertreter mildtätiger Stiftungen. 1809 wurde T. von Fürstprimas Carl Theodor von Dalberg zum Zweiten Archivar ernannt und war dann bis 1813 in der großherzoglichen Verwaltung, besonders im Finanzwesen, tätig. Nach der Konstituierung Fft.s als Freie Stadt wurde er zunächst Ratsschreiber. Von 1821 bis 1826 Stadtgerichtsrat. 1821 entging T. einem politischen Attentatsversuch von Carl Ludwig Hahn. Von 1833 bis 1836 Syndikus. 1834 Appellationsgerichtsrat. Als Syndikus war T. mit der Untersuchung des Ffter Wachensturms von 1833 beauftragt. Außerdem vertrat er die Stadt bei der Aufnahme in den Mitteldeutschen Handelsverein 1828 und in den Preußischen Zollverein 1836. Befreundet mit Johann Carl von Fichard, Johann Wolfgang von Goethe, Jacob Grimm, den Familien von Arnim, Brentano, Leonhardi und Schlosser.
Seit 1816 Senator. Von 1818 bis 1831 (mit Unterbrechungen) Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung. 1824 und 1829 Jüngerer Bürgermeister. 1832, 1835 und 1838 Älterer Bürgermeister (T. starb während der letzten Amtszeit). Als Senator nahm T. regen Anteil an den Justiz- und Verwaltungsgeschäften der Stadt. Von 1816 bis 1820 Mitglied und Vorstand des Polizeiamts. Von 1834 bis 1836 Mitglied der Archiv- und Bibliotheksinspektion. Von 1833 bis 1837 Bundestagsgesandter.
1829 Mitbegründer des Ffter Kunstvereins. Mitglied der Ffter Museums-Gesellschaft.
Neben seinen öffentlichen Ämtern widmete T. sich wissenschaftlichen Studien, hauptsächlich auf dem Gebiet der Rechtsgeschichte. Werke: „Taulers Mystik“ (1826), „Über das älteste Ffter Stadtrecht und wetterauische Weisthümer“ (in Fichards „Wetteravia“, 1828), „Abhandlung über die Entstehung des Strafrechts in Deutschland“ (1831), „Ffter Annalen von 793 bis 1300“ (im Archiv für Fft.s Geschichte und Kunst, 1838) und „Der Oberhof zu Ffm.“ (1841).
Marmorbüste (von Johann Nepomuk Zwerger, 1838; wohl kriegszerstört 1944) in der Vorhalle der alten Stadtbibliothek am Obermaintor.
Grabstätte ursprünglich auf dem alten Sachsenhäuser Friedhof, nach Translozierung 1898 auf dem Südfriedhof (Gewann A/adM 57-59).
Nachlass in der UB Ffm.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 474, verfasst von: Fritz Koch.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Rödel, Volker: Die Ffter Stadtteil-Friedhöfe. Hg. v. Denkmalamt der Stadt Ffm. u. d. Ffter Denkmalforum in Zusammenarb. m. d. Landesamt für Denkmalpflege in Hessen. Supplementband zur Denkmaltopographie Stadt Ffm. Ffm. [Copyright 2007]. (Beiträge zum Denkmalschutz in Ffm., Bd. 16; / Teil der Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland). Denkmaltop. Stadtteilfriedhöfe, S. 176. | Heyden, Eduard: Gallerie berühmter und merkwürdiger Ffter. Ffm. 1861.Heyden, S. 151-159.
Literatur:
                        
Das Stammbuch der Marianne von Willemer. Hg. v. Kurt Andreae unter Mitarb. v. Marianne Küffner. Kunsthistorische Bearbeitung: Gerhard Kölsch. Ffm./Leipzig 2006.Andreae (Hg.): Stammbuch der Marianne v. Willemer 2006, Bl. 37, S. 112-117. | Dillmann, Josef: Der alte Friedhof in Sachsenhausen mit seinen heimat- und kulturkundlichen Wahrzeichen. Ffm. 1926.Dillmann: Der alte Friedhof in Sachsenhausen 1926, S. 62-65. | Ebrard, Friedrich Clemens: Die Stadtbibliothek in Ffm. Im Auftrage der städtischen Behörden aus Anlaß der Vollendung des Erweiterungsbaues hg. (...). Ffm. 1896.Ebrard: Stadtbibliothek 1896, S. 96. | Gravenkamp, Curt: Rückblick auf Geschichte und Tätigkeit des Ffter Kunstvereins vom Jahre 1829 bis zum Jahre 1954. Zur Feier seines 125jährigen Bestehens. Hg. v. Ffter Kunstverein. Ffm. 1954.Gravenkamp: Ffter Kunstverein 1954, S. 9. | Schmidt-Scharff, Wolfgang: Geschichte des Ffter Frauenverein [sic!] 1813-1913. [Umschlagtitel: Ffter Frauenverein. Zur Erinnerung an seine hundertjährige Wirksamkeit (1813-1913).] Ffm. 1913.Schmidt-Scharff: Ffter Frauenverein 1913, bes. S. 80f. (m. Abb. auf Tafel III). | Weber, Hildegard (Hg.): Das „Museum“. 150 Jahre Ffter Konzertleben 1808-1958. Ffm. 1958.Weber (Hg.): Das „Museum“ 1958, S. 40.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/1.208.

GND: 117348716 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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    © 2022 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
    Empfohlene Zitierweise: Koch, Fritz: Thomas, Gerhard. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1486

    Stand des Artikels: 31.3.1996