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Thomas, Rosette, geb. Willemer, verw. Städel

Rosette Thomas, geb. Willemer, verw. Städel

Rosette Thomas, geb. Willemer, verw. Städel
Reproduktion nach einem Porträtgemälde von unbekannter Hand (aus Schmidt-Scharff: Ffter Frauenverein 1913, Tafel II neben S. 2).

© unbekannt. Urheber und Entstehungsjahr von Original und Reproduktion sind in der o. g. Bildquelle nicht angegeben. Das Originalbild befand sich bei Erscheinen des Buchs (1913) in Privatbesitz. Der Verbleib konnte bisher nicht ermittelt werden.
Thomas, Anna Rosina Magdalena, gen. Rosette, geb. Willemer, verw. Städel (auch: Staedel). Schulleiterin. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 11.4.1782 Ffm., Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.† 16.3.1845 Ffm.
Älteste Tochter des Bankiers Johann Jakob (von) Willemer (1760-1838) und dessen aus Berlin gebürtiger erster Ehefrau Maria Magdalena, gen. Meline, geb. Lang (auch: Lange; 1763-1792). Nach dem Tod der Mutter am 12.11.1792 heiratete der Vater 1793 die Bankierstochter Johanna Marianna, gen. Jeannette, Chiron (1775-1796), nach deren Tod später (1814) die ehemalige Schauspielerin und Tänzerin Maria Anna Catharina Theresia, gen. Marianne (auch: Mariane), Jung (1784-1860). Fünf Geschwister aus der Ehe der Eltern: Johann Ludwig Jacob Willemer (1783-1791), Maria Catharina, gen. Kätte, Willemer (1786-1803), Amalia Henrietta, gen. Meline, Willemer (seit 1803 verh. Scharff, 1788-1872), Friedrich Wilhelm Willemer (1790-1793) und Eleonora Maximiliane (auch: Maximiliana), gen. Maxe oder Max, Willemer (seit 1809 verh. Andreae, 1792-1871). Zwei Halbgeschwister aus der zweiten Ehe des Vaters: Abraham Ludwig Heinrich Jacob, gen. Brami, (von) Willemer (1794-1818) und Maria Susanna Constantia Willemer (1795-1796).
Verheiratet in erster Ehe (seit 1799) mit dem Kaufmann Johann Martin Städel (auch: Staedel; 1772-1802), in zweiter Ehe (seit 1819) mit dem Juristen und Stadtpolitiker Johann Gerhard Christian Thomas (1785-1838). Eine Tochter aus erster Ehe: Anna Rosina Magdalena Städel (1800-1810). Fünf Kinder aus zweiter Ehe: Johann Jacob T. (1819-1842), die Zwillingstöchter Maria Anna Catharina Theresia T. (seit 1843 verh. von Lersner, 1821-1867) und Amalie Henriette Magdalena, gen. Meline, T. (seit 1844 verh. Türk, 1821-1854), Justus Hartmann T. (12.7.1822-25.7.1822), Maximiliane (auch: Maximiliana) Eleonore T. (seit 1850 verh. Franul von Weißenthurn, 1825-?). Enkelin: Maximiliane von Weißenthurn (1851-1931), österreichische Schriftstellerin.
Über Rosettes Erziehung ist kaum etwas bekannt. Aufgrund der Kenntnisse über ihr Elternhaus lässt sich vermuten, dass sie Unterricht in neueren Sprachen (Französisch und Italienisch) und in feineren Handarbeiten erhalten haben sowie früh an Literatur, Kunst, Musik und Theater herangeführt worden sein dürfte, zumal die Familie Willemer schon länger mit den Familien Goethe und Brentano bekannt und befreundet war. (Die Schwester Maximiliane, gen. Maxe, trug den Namen nach ihrer Patin Maximiliane Brentano, geb. La Roche, der Mutter von Clemens und Bettine Brentano.) Ein besonderes Talent hatte Rosette zum Malen und Zeichnen. Belegt ist, dass sie darin von dem Landschaftsmaler Anton Radl unterrichtet wurde, möglicherweise aber erst in der Zeit ihrer ersten Witwenschaft. Schon als junges Mädchen, spätestens nach dem Tod der ersten Stiefmutter 1796, hatte Rosette wohl Verantwortung für den väterlichen Haushalt und die jüngeren Geschwister übernehmen müssen, was ihr nicht immer leichtfiel: „Ich hätte keine Linsensuppe für das Recht der Erstgeburt gegeben“, vertraute sie später einmal ihrem Tagebuch an. „Alles Unangenehme und Schwierige kommt an die Älteste, alles, was auszufechten und durchzuarbeiten ist...“ [Rosette Städel in ihrem Tagebuch, 30.1.1815. Zit. nach Weitz (Hg.): Briefwechsel Willemer mit Goethe 1965, S. 773.]
Im Alter von 17 Jahren wurde Rosette Willemer am 30.6.1799 mit dem Kaufmann Johann Martin Städel (1772-1802) verheiratet, der damals die bedeutende Ffter Materialwarenhandlung „Kellner & Städel“ von seinem Vater übernahm. Als Städel am 29.10.1802 starb, kehrte die 20-jährige Witwe mit ihrer kleinen Tochter in ihr Vaterhaus zurück. Wieder kam ihr die Pflicht in der Leitung des Hauswesens zu. Johann Jakob (von) Willemer lebte mit seiner Familie damals im Stadthaus zum Roten Männchen am Fahrtor (seit 1796) und sommers auf der Gerbermühle, seinem Landsitz am Main bei Oberrad (seit 1785). Zum Haushalt gehörten nun neun Personen: der Vater Johann Jakob (von) Willemer, Rosette und ihr Töchterchen, die drei Schwestern Kätte, Meline und Maxe, der Bruder Brami, dessen Hofmeister Elias Mieg (1770-1842) und die Ziehtochter Marianne Jung; kurz nach Rosettes Heimkehr nahm Willemer noch August Christian Bansa (1792-1855) auf, den Sohn der gerade verwitweten Bankiersgattin Sophie Bansa, den er zusammen mit dem eigenen Sohn Brami erziehen ließ. Rosette und die zweieinhalb Jahre jüngere Marianne, die Willemer 1800 in sein Haus geholt hatte und mit seinen Töchtern unterrichten ließ, wurden enge Freundinnen. Möglicherweise profitierte auch Rosette noch von der Ausbildung der Mädchen, die z. B. Zeichenunterricht bei Johann Georg Schütz erhielten, woran die künstlerisch begabte Rosette teilgenommen haben könnte. In den kommenden Jahren verkleinerte sich der Haushalt durch die Heirat von Meline (28.4.1803) und den Tod von Kätte (23.12.1803) sowie durch den Wechsel von Brami auf das Pestalozzi’sche Erziehungs-Institut in Iferten (Yverdon; Juni 1807), wo zugleich Mieg als Lehrer eintrat. Im Oktober 1807 reiste Willemer mit seinen drei „Töchtern“ Rosette, Marianne und Maxe nach Iferten (Yverdon), um Brami und Mieg zu besuchen. Mit der Heirat (29.3.1809) verließ auch die 16-jährige Maxe das Vaterhaus. Am 5.1.1810 verlor Rosette ihre Tochter, die im Alter von neun Jahren starb.
Im August 1810 brachen Willemer, Marianne, Rosette und eine Angehörige namens Käthe (angeblich Rosettes Stieftochter, über die sich bisher jedoch nichts ermitteln ließ) von Ffm. zu einer längeren Italienreise auf; in der Schweiz schlossen sich ihnen Brami und Mieg an. Nach einem Aufenthalt in Rom von Oktober bis Anfang Dezember 1810 verbrachten die Reisenden den Jahreswechsel in Neapel, um dann für einige Wochen (von Februar bis April 1811) nach Rom zurückzukehren. In Rom trafen sie den Ffter Romantiker Christian Schlosser (1782-1829) und verkehrten in Künstlerkreisen, u. a. mit dem Schriftsteller Zacharias Werner (1768-1823), den Malerbrüdern Franz (1786-1831) und Johannes Riepenhausen (1787-1860), den Bildhauern Christian Daniel Rauch (1777-1857) und Bertel Thorvaldsen. Im Frühjahr 1812 unternahm Rosette wieder eine größere Reise, diesmal mit ihrer Schwester Meline und deren Ehemann Friedrich Scharff (1776-1858) nach Paris.
Zu Jahresbeginn 1814 erfasste die nationale Begeisterung auch die Familie Willemer. Während Brami mit den Ffter Freiwilligen bei der 6. Armee am Feldzug in Frankreich teilnahm, engagierte sich Rosette im von ihr im Herbst 1813 mitbegründeten und am 2.2.1814 konstituierten Ffter Frauenverein, zu dessen ersten Vorsteherinnen sie (neben Antonia Brentano und Sofie Franziska de Neufville) gehörte. Ursprünglich zur Ausstattung der Ffter Freiwilligen, zur Krankenpflege in den Lazaretten und zur Linderung der durch den Krieg eingetretenen Not entstanden, wandte sich der Verein noch im ersten Jahr seines Bestehens allgemeinen wohltätigen Zwecken zu, vor allem der Armen-, Kranken- und Wöchnerinnenfürsorge. Auf Rosettes Initiative entstand zudem die im Frühjahr 1815 eröffnete Schule des Frauenvereins, die erste Fortbildungsschule für Mädchen in Ffm., und Rosette Städel übernahm die Leitung. Zum Jahresende 1816 musste sie als Vereinsvorsteherin ausscheiden, da die Satzung einen regelmäßigen Wechsel im Vorstand vorsah und daher die Tätigkeit jeder einzelnen Vorsteherin auf drei Jahre begrenzte. Auf die Bitte, die Oberleitung über die Schule behalten zu dürfen, beließ der Ffter Frauenverein Rosette Städel ab 1817 als „Schulpflegerin“ im Amt, aus dem sie dann erst zum 1.1.1822 ausschied. Rosette, „eine ernste und mild verständige Persönlichkeit“, die „auch den richtigen Blick“ hatte, „die Sachen in praktischer Weise zu erledigen“ (Wolfgang Schmidt-Scharff), hatte mit der Schulleitung offensichtlich eine Aufgabe gefunden, die sie erfüllte. Goethe verglich sie einmal mit „eine[r] tätige[n] Vereinerin, die nicht unterläßt, alles, was der Anstalt förderlich sein könnte, aufzuregen und beizutreiben“. [Goethe an Johann Jakob und Marianne von Willemer, Weimar, 4.11.1818. Zit. nach Weitz (Hg.): Briefwechsel Willemer mit Goethe 1965, S. 76.] Unter Rosettes Leitung erhielt die Frauenvereins-Schule dank einer großzügigen Schenkung der Philipp Heinrich Fleck’schen Stiftung (1817) ein eigenes neues Gebäude in der Rechneigrabenstraße 1/Ecke Lange Straße, wofür die Stadt Ffm. den Bauplatz zur Verfügung stellte; am 16.8.1818 wurde das Schulhaus eingeweiht (verkauft nach Aufgabe der Schule 1921, nicht erhalten).
Am 18.9.1814 sah Rosette zum ersten Mal Goethe. Bereits während dessen Kur in Wiesbaden hatte Willemer, an die langjährigen familiären Beziehungen anknüpfend, den Dichter besucht, erstmals am 4.8.1814 mit Marianne, und Goethe war bei seinem anschließenden Aufenthalt in Ffm. im September auch bald zu Willemer gekommen. Jenen Sonntag, den 18. September, verbrachte Goethe mit Willemer, Marianne, Rosette und der gemeinsamen Freundin Antonia Brentano auf der Gerbermühle. Rosette beschrieb ihre Eindrücke in ihrem Tagebuch: „Welch ein Tag, und welche Gefühle bewegen mich! Erst den Mann gesehen, den ich mir als einen schroffen, unzugänglichen Tyrannen gedacht, und in ihm ein liebenswürdiges, jedem Eindruck offenes Gemüt gefunden, einen Mann, den man kindlich lieben muß, dem man sich ganz vertrauen möchte. Er ist gewiß eine einzige Natur. Diese Empfänglichkeit, diese Fühligkeit und zugleich diese würdige Ruhe. Die ganze Natur, jeder Grashalm, jede Farbe, Ton, Wort und Blick redet zu ihm und gestaltet sich zum Gefühl und Bild in seiner Seele. Und so lebendig vermag er es wiederzugeben. Darum wohl muß jede Zeile seiner Schriften so in die Seele reden, so wundervoll reich sein, weil sie aus einem so wundervoll reichen Gemüte kommt./ Und wie wenig imponiert seine Nähe, wie wohltätig freundlich kann man neben ihm stehen! Er ist ein glücklich von der Natur mit Gaben überschüttetes Wesen, das sie schön von sich strahlt und nicht stolz darauf ist, das Gefäß für solchen Inhalt zu sein. So gab er sich heute, so will ich mir ihn denken, mögen andere sagen, was sie wollen.“ [Rosette Städel in ihrem Tagebuch, 18.9.1814. Zit. nach: ebd., S. 288.] Am 27.9.1814, während Goethes Abwesenheit in Heidelberg, ließ sich Willemer mit Marianne trauen. Der wiedergekehrte Goethe kam während seines erneuten Aufenthalts in Ffm. (11. bis 20.10.1814) mehrfach zu Besuch bei Willemers, wobei meist auch Rosette zugegen war; insbesondere war sie auch am Abend des 18.10.1814 dabei, als man mit Goethe in Willemers Gartenhäuschen auf dem Mühlberg den Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig beging und aus dem Fenster die Freudenfeuer auf den gegenüberliegenden Taunushöhen beobachtete. Daran erinnerte sie in ihrem nach Weimar übersandten Stammbucheintrag für Goethe, in dem sie sich als eine „innige Verehrerin“ bezeichnete, „die Sie [d. i. Goethe] früher bewunderte, nun aber lieben darf, und diese Freude um keinen Preis hingäbe“. (Stammbucheintrag von Rosette Städel, Ffm., 9.12.1814. Zit. nach: ebd., S. 293.)
Als Goethe im folgenden Jahr nach Ffm. zurückkehrte, nahm er sein Quartier direkt bei den Freunden auf der Gerbermühle. Vom 12. August bis zum 8. September 1815 wohnte er dort, dann zog er für einige Tage in das Stadthaus der Willemers am Fahrtor, und für die Zeit vom 15. bis zum 18. September 1815 kam er noch einmal auf die Mühle zurück. Höhepunkt des Aufenthalts war die Feier seines 66. Geburtstags, die die Freunde und vor allem die beiden Frauen des Hauses ihm am 28.8.1815 auf der Gerbermühle ausrichteten. Sein Begleiter Sulpiz Boisserée berichtete in seinem Tagebuch über die Feierlichkeiten und Gaben für den Dichter: „Die Frauen hatten einen Turban von dem feinsten indischen Muslin, mit einer Lorbeerkrone umkränzt, auf zwei Körbe voll der schönsten Früchte – Ananas, Melone, Pfirsich, Feigen und Trauben – dann einen voll der schönsten Blumen gelegt. Dazu hatte die Städel die Aussicht aus Goethes Fenster auf die Stadt Frankfurt artig gezeichnet und die Willemer ein schönes Kränzchen von feinen Feldblümchen aufgeklebt; zu beidem waren passende Verse aus dem Hafis geschrieben... Er will nicht, daß ich weggehe; ich bleibe den Abend draußen; er liest von seinen orientalischen Gedichten – Heitere, freundliche Stimmung des kleinen Kreises.“ (Sulpiz Boisserée in seinem Tagebuch, 28.8.1815. Zit. nach: ebd., S. 310.) Jene Wochen erlebten Willemers ganze Familie und enge Freunde, vor allem aber Marianne und Rosette im alltäglichen Umgang mit Goethe und im direkten Entstehen von dessen neuem Werk „West-östlicher Divan“. Rosette, enge Vertraute Mariannes, dürfte vom Geheimnis des „West-östlichen Divans“, von dem poetischen Dialog zwischen Goethe als Hafis und Marianne als seiner Suleika, etwas gewusst oder zumindest geahnt haben. Ende September 1815 reiste Rosette mit dem Ehepaar Willemer zum Abschied von Goethe nach Heidelberg. Unmittelbar nach der Trennung schrieb Goethe zunächst an Rosette, die er bat, „den teuren Freunden alles getreulich aus[zu]richten“, wovon er „nicht den tausendsten Teil auszusprechen im Stande“ sei, und er schickte ihr sein Gedicht „Ginkgo biloba“, das somit sicher nicht nur für sie bestimmt gewesen sein dürfte. (Goethe an Rosette, Heidelberg, 27.9.1815. Zit. nach: ebd., S. 26; vgl. auch das Gedicht auf S. 27.) Gerade in den ersten Monaten nach dem Abschied nutzte Goethe gelegentlich Briefe an Rosette für indirekte vertraulichere Botschaften an Marianne, wobei er sich Marianne und Rosette gerne als zwei unzertrennliche Wesen dachte: „Möchten sie mich Beide nicht aus ihrer Mitte lassen!“ (Goethe an Marianne und Rosette, Meiningen, 10.10.1815. Zit. nach: ebd., S. 30; vgl. auch S. 31.)
Das Verhältnis von Rosette zu Marianne war durch die Heirat der Freundin mit dem Vater nicht getrübt worden; Rosette selbst hatte dem Vater zu der Hochzeit zugeraten und nannte die (jüngere) Marianne liebevoll „Mütterchen“. Dennoch war das Zusammenleben im Hause Willemer nicht immer konfliktfrei. Offenbar ließ Johann Jakob Willemer seinen heranwachsenden Kindern nur wenig Freiraum zur Entwicklung einer eigenen Persönlichkeit und eines selbstständigen Lebens, weshalb es bei einem Besuch von Brami im Januar 1815 zu Differenzen zwischen ihm und dem Sohn gekommen war: „Ist es denn so schwer, erwachsne Kinder zu behandlen?“, fragte sich Rosette danach in ihrem Tagebuch. „Sollte man sich nicht weit eher an dem Aufblühen jugendlicher Kraft erfreuen, als nur immer Maschinen in seinen Kindern behalten zu wollen? Es ist recht traurig, hier immer wieder am Anfang zu stehen, wenn man meint, einige Schritte getan zu haben.“ (Rosette Städel in ihrem Tagebuch, 30.1.1815. Zit. nach: ebd., S. 773.) Um diese Zeit (1814/15) scheint die damals stark im Ffter Frauenverein engagierte Rosette vorübergehend in einer eigenen Wohnung in der Großen Sandgasse Lit. K 53 (später Nr. 4) gewohnt zu haben. Ihren nächsten großen Schritt zur Emanzipation vom Elternhaus ging sie im Frühjahr 1815 mit der Übernahme der Leitung der Frauenvereins-Schule, womit sie auch endgültig den Platz der Hausfrau im Willemer’schen Hauswesen geräumt haben mag, der nun selbstverständlich Marianne gebührte. Mit der Erkenntnis, dass sie Goethe wohl nicht mehr wiedersehen würde, fiel Marianne jedoch in eine schwere seelische Krise. Im Juni 1818 weilten Marianne und Rosette zur Kur in Baden-Baden, wo ihnen Willemer die Nachricht vom Tode Bramis in einem Duell überbrachte. Nach der Heimkehr zeigte sich Rosette bald mit der Situation im Elternhaus überfordert. Sie konnte das ständige Zusammenleben mit dem in seiner Verzweiflung selbstsüchtigen Vater und der unter Depressionen leidenden Marianne nicht mehr ertragen. Nach dem gescheiterten Versuch einer Aussprache mit dem Vater schrieb sie, obwohl oder gerade weil zum „stillen Dulden“ entschlossen, in ihr Tagebuch: „Dem zufolge ist mein Wohnen bei meinem Vater von keinem Zweck mehr, und ich muß es abstellen. (...) Auch Marianen kann ich mehr sein, wenn ich nicht täglich um sie bin und von dem Übel, das sie zu tragen hat, doch nichts abwenden...“ (Rosette Städel in ihrem Tagebuch, 6.9.1818. Zit. nach: ebd., S. 489.)
Am 22.3.1819 wurde Rosette Städel in ihrem Vaterhaus mit dem Ffter Senator Gerhard Thomas getraut. Auch Thomas war nach kurzer Ehe verwitwet, so dass es für beide Partner die zweite Heirat war. Kennengelernt hatten sie sich über ihre gemeinsame Arbeit für den Ffter Frauenverein, dessen erster Konsulent („Ratgeber“) der Jurist Thomas bis 1816 gewesen war. Es war eine seinerzeit eher unkonventionelle Verbindung, offenbar durchaus eine Neigungsehe, in der der Ehemann drei Jahre jünger war als seine Frau. Fast genau neun Monate nach der Hochzeit gebar Rosette ihren ersten Sohn (19.12.1819), woraufhin sie zum Dank für das glückliche Ereignis dem Ffter Frauenverein einen Betrag von 75 Gulden für Wöchnerinnenpflege schenkte. Innerhalb von knapp sieben Jahren bekamen Rosette und Thomas insgesamt fünf Kinder, von denen der zweite Sohn kurz nach der Geburt 1822 starb; die letzte Tochter kam kurz nach dem 43. Geburtstag der Mutter zur Welt (26.4.1825). Die späte Familiengründung stieß wohl nicht überall auf Verständnis in der Stadtgesellschaft, anfangs auch nicht bei der Freundin Marianne (vgl. deren Äußerungen in ihren Briefen an Goethe in: ebd., S. 93, 103), wobei Marianne doch Patin der ersten Tochter, eines der 1821 geborenen Zwillingsmädchen, wurde und sich schnell mit den Enkelkindern anfreundete (vgl. ebd., S. 122). Nach dem Vorbild ihres Vaters nahm sich Rosette auch verwaister Kinder an, etwa der Kinder des Senators und Schöffen Gottfried Scharff, nachdem deren Mutter Victoria, geb. Wagner (1788-1819), früh verstorben war. Die Leitung der Frauenvereins-Schule behielt Rosette nach Geburt ihrer ersten drei Kinder bei. Erst am 6.11.1821 erklärte sie ihren Rücktritt als Schulleiterin zum Beginn des kommenden Jahres (1.1.1822). Mit dem Aufstieg ihres Mannes an die Spitze der Stadtpolitik – Thomas war seit 1821 Stadtgerichtsrat und wurde 1824 erstmals Jüngerer Bürgermeister – wuchsen auch ihre Pflichten als Hausfrau und ihre Sorge um den stark in seine Arbeit eingespannten Gatten, zumal Thomas am 26.11.1821 nur knapp einem Attentat entging.
Seit 1823 lebte die Familie T. in einem eigenen Haus mit Garten vor dem Allerheiligentor, damals noch in freier Gegend vor der Stadt, von wo aus der Ausblick auf den Main und die Gerbermühle möglich war. Freunde und Zeitgenossen wie Johann Friedrich Böhmer bescheinigten dem Ehepaar T. ein „beneidenswerth glücklich(es)“ häusliches und Familienleben. [Vgl. Johann Friedrich Böhmer: Bürgermeister J. G. Chr. Thomas (...). In: Janssen: Johann Friedrich Böhmer 1868, Bd. 2, S. 475.] Die Eheleute verband die Liebe zu schönen Künsten und die Neigung zu geistreicher Geselligkeit. Wohl schon bald nach ihrer Heirat hatten sie damit begonnen, an einem bestimmten Abend der Woche (wahrscheinlich immer am Freitag) einen Kreis von Ffter Freunden und auswärtigen Gästen zu empfangen, der schnell zum Mittelpunkt des wissenschaftlichen und kulturellen Lebens in Ffm. wurde. „Jeder Abend bei T. war reich und gehaltvoll“, berichtete Böhmer. „Wir lasen gemeinsam alte und neue Werke über die Kunst, besahen Kupferwerke, und Jeder gab sein Urteil ab, wir trugen kleinere Aufsätze vor usw.“ (Zit. nach Schwemer: Gesch. d. Freien Stadt Ffm. 2, S. 242.) Neben den Ffter Romantikern wie Böhmer und Fritz Schlosser kamen zum Zirkel im Hause T. häufig prominente Gäste, etwa Arndt, Achim von Arnim, die Brüder Sulpiz und Melchior Boisserée, Görres, Jacob und Wilhelm Grimm, Savigny, Freiherr vom Stein u. a. Während seines Fft.-Aufenthalts im Sommer 1823 fand Clemens Brentano für einige Wochen Aufnahme in den Kreis bei T., wo er Marianne wiedersah und Böhmer kennenlernte. Aus den Zusammenkünften im Hause T. ergab sich um 1826/27 der Gedanke zur Schaffung eines Kunstvereins, zunächst wohl aufgrund des Plans, die bedeutende Kunstsammlung der Brüder Boisserée nach Ffm. zu holen, den das Ehepaar T. und Marianne von Willemer (erfolglos) unterstützten; zu der Bürgerinitiative mit Thomas, Böhmer und Passavant an der Spitze, die 1829 den Ffter Kunstverein gründete, dürfen somit auch Rosette T. und Marianne von Willemer gezählt werden. Im September 1828 reisten Rosette und Marianne nach Kassel, wo Thomas als Vertreter der Stadt Ffm. bei den Konferenzen zur Gründung des Mitteldeutschen Handelsvereins tätig war; in Kassel besuchten sie die befreundeten Brüder Grimm und deren Familie. Einige Jahre später, nach der Entlassung der „Göttinger Sieben“ 1837, kurbelten Marianne und Rosette eine Hilfsaktion von Ffter Freunden für Jacob und Wilhelm Grimm an; die Unterstützung, die Marianne aus dem Vermächtnis ihres Mannes Johann Jakob von Willemer den entlassenen Brüdern Grimm zukommen ließ, wurde ihnen von Rosette einfühlsam und taktvoll brieflich angetragen (13.1.1839). Im Jahr 1837 engagierte sich Rosette auch vorübergehend wieder im Ffter Frauenverein, als dort infolge einer „Unordnung im Nähfach“ eine Reorganisation notwendig geworden und zu diesem Zweck ein Komitee aus früheren Vorstandsmitgliedern („Rat der Alten“) einberufen worden war (Schmidt-Scharff: Ffter Frauenverein 1913, S. 79).
Am 1.11.1838 starb Rosettes Mann Gerhard Thomas, damals zum dritten Mal im Amt als Älterer Bürgermeister, plötzlich an einem Schlagfluss. Keine zwei Wochen vorher, am 19.10.1838, war ihr Vater Johann Jakob von Willemer nach längerer Krankheit gestorben. Zwischen den beiden Todesfällen hatte die Familie den Sohn Jacob verabschiedet, der zum Studium an die Universität Bonn gegangen war. Rosette reiste kurz nach dem Begräbnis ihres Mannes nach Bonn, vermutlich um dem Sohn die Trauerbotschaft persönlich zu überbringen. Infolge des Todes von Johann Jakob von Willemer musste die Familie den Sommersitz auf der Gerbermühle im Frühjahr 1839 aufgeben; bereits im Februar 1839 war auch das Haus zum Roten Männchen verkauft worden, in dem Marianne aber noch bis zu ihrem Umzug in die Alte Mainzer Gasse 1841 wohnen blieb. Im April 1842 musste Rosette auch ihren 22-jährigen Sohn zu Grabe tragen. Mit ihren Töchtern und Marianne suchte sie im August/September 1842 offenbar Ablenkung auf einer Reise nach München, wo sie Sulpiz Boisserée häufig sahen und sich mit Künstlern (u. a. mit Ludwig Schwanthaler) trafen. Rosette erlebte noch die Hochzeiten ihrer beiden älteren Töchter Maria Anna T. (28.3.1843) und Meline T. (12.9.1844), bevor sie wenige Wochen vor ihrem 63. Geburtstag im Frühjahr 1845 starb.
Gründungsmitglied des Ffter Cäcilien-Vereins (1818).
Die Ansicht der Stadt Ffm. von der Gerbermühle aus, die Rosette Städel für Goethe zum 66. Geburtstag 1815 anfertigte, ist eine Aquatinta nach einer Vorlage von Anton Radl. Goethe erhielt davon mehrere Abzüge, die er gern verschenkte, teilweise koloriert und mit eigenhändigen Versen versehen, weshalb das Bild lange irrtümlich für eine Arbeit Goethes gehalten wurde; auch Rosette selbst bekam mindestens zwei Widmungsexemplare des Blattes von Goethe. Ein Quodlibet zur Erinnerung an Goethes Geburtstagsfeier auf der Gerbermühle 1815 im Stammbuch von Marianne von Willemer (in Privatbesitz) wird Rosette zugeschrieben. Ein Skizzenbuch von Rosette mit Naturstudien befindet sich im Besitz des Freien Deutschen Hochstifts / Ffter Goethe-Museums.
Begraben in der Familiengrabstätte T.-Türk, ursprünglich auf dem alten Sachsenhäuser Friedhof, nach Translozierung (1898) auf dem Südfriedhof (Gewann A/adM 57-59).
Tagebücher von Rosette Städel (vier Quarthefte, 1813-19) im Freien Deutschen Hochstift / Ffter Goethe-Museum. Sechs Briefe von Goethe an Rosette Städel (1815/17) im Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar. Knapp 40 Briefe von Johann Gerhard Christian und Rosette T. an Jacob und Wilhelm Grimm (1821-43) im Nachlass Grimm in der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz.

Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Sabine Hock.

Lexika: Allgemeine Deutsche Biographie. Hg. durch die Historische Commission bei der Königlichen Akademie der Wissenschaften. 56 Bde. München/Leipzig 1875-1912.Erwähnung in dem Artikel über den Ehemann: Jung, Rudolf: Thomas, Johann Gerhard Christian. In: ADB 38 (1894), S. 91-93, hier S. 92f. | Rödel, Volker: Die Ffter Stadtteil-Friedhöfe. Hg. v. Denkmalamt der Stadt Ffm. u. d. Ffter Denkmalforum in Zusammenarb. m. d. Landesamt für Denkmalpflege in Hessen. Supplementband zur Denkmaltopographie Stadt Ffm. Ffm. [Copyright 2007]. (Beiträge zum Denkmalschutz in Ffm., Bd. 16; / Teil der Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland). Denkmaltop. Stadtteilfriedhöfe, S. 176. | Dessoff, Albert: Kunst und Künstler in Ffm. im 19. Jahrhundert. 2. Bd.: Biographisches Lexikon der Ffter Künstler im 19. Jahrhundert. Ffm. 1909.Dessoff, S. 147. | Gwinner, Philipp Friedrich: Kunst und Künstler in Ffm. vom 13. Jahrhundert bis zur Eröffnung des Städel’schen Kunstinstituts. Ffm. 1862. Ergänzungsbd. Ffm. 1867.Gwinner, S. 418. | Richel, Arthur: Katalog der Abteilung Fft. [der Ffter Stadtbibliothek]. Bd. 2: Literatur zur Familien- und Personengeschichte. Ffm. 1929.Richel, S. 598. | Schrotzenberger, Robert: Francofurtensia. Aufzeichnungen zur Geschichte von Ffm. 2., vermehrte u. verbesserte Aufl. Ffm. 1884.Schrotzenberger, S. 251.
Literatur:
                        
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Quellen: ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbücher, Ffm., 1533-1848 bzw. 1849-1939.Eintrag der Heirat mit Johann Martin Staedel, 30.6.1799: ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbuch 21 (1798-1803), S. 191. | ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbücher, Ffm., 1533-1848 bzw. 1849-1939.Eintrag der Heirat mit Johann Gerhard Christian Thomas, 22.3.1819: ISG, Kirchen- bzw. Standesbücher: Heiratsbuch 25 (1819-21), S. 45, Nr. 79. | ISG, Bestand Nachlassakten (Best. H.15.15), 1813-1920; erschlossen über Archivdatenbank.ISG, Nachlassakten 1845/7.588 (Thomas, Anna Rosina Magdalena, vorher verehelicht gewesene Städel, geb. Willemer). | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/1.208 (Gerhard Thomas). | ISG, Bestand Senatssupplikationen (Best. H.02.16), 1814-68.ISG, Senatssuppl. 99/78 (Thomas, Johann Gerhard Christian: Gesuch um Haustrauung mit Rosina Städel, geb. Willemer, 1819).
Internet: Ffter Frauenzimmer – eine Spurensuche, Website des Historischen Museums Fft., Konzeption und Redaktion: Ursula Kern, Ffm. http://www.frankfurterfrauenzimmer.de/bp10-detail.html?bio=af
Hinweis: Artikel über Marianne von Willemer von Ursula Kern.
Ffter Frauenzimmer, 23.8.2022.


GND: 117201286 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Thomas, Rosette, geb. Willemer, verw. Städel. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/4015

Stand des Artikels: 2.9.2022
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 08.2022.