Hess (auch: Heß), Nini

Hess (auch: Heß), Sara Stefanie, gen. Nini. Fotografin. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 21.8.1884 Ffm., † vermutlich Januar 1943 KZ Auschwitz (ermordet).
Tochter des Kaufmanns Samuel H. (1848-1924) und seiner aus Koblenz stammenden Ehefrau Caroline (auch: Cerlina, Cerline), gen. Lina, geb. Salomon (1859-1943). Schwester von Carry H.
H. wuchs mit ihrer jüngeren Schwester Carry in einem großbürgerlichen jüdischen Elternhaus auf. Die Familie wohnte seit 1903 (Adressbucheintrag ab 1904) in der Miquelstraße (heute: Siesmayerstraße) 7 in unmittelbarer Nähe des Palmengartens. Über den schulischen und beruflichen Ausbildungsweg H.’ ist bislang nichts bekannt. 1913 gründeten die Schwestern H. ihr eigenes Fotostudio, das ab 1914 im Ffter Adressbuch unter „Heß, Nini u. Carry, Photographisches Atelier“ verzeichnet war. Die großzügigen und gut ausgestatteten Räumlichkeiten befanden sich in der fünften Etage des kurz zuvor errichteten Siegmund-Strauß-Hauses in der Börsenstraße 2 (spätere Hausnummer: 2-4). Unter der äußerst zentral gelegenen Adresse firmierten auch der Kunstsalon Ludwig Schames, der Kunstmaler Friedrich Ernst Morgenstern und das Büro des Architekten Fritz Epstein. Das Fotoatelier von Nini und Carry H. konzentrierte sich auf Porträtfotografie und rekrutierte seine Kundschaft aus gut- und großbürgerlichen Kreisen, aus Kunst und Kultur (Max Beckmann, Katia und Thomas Mann, Alfred Döblin, Hans Flesch, Carl Zuckmayer, Fritz von Unruh), aber auch aus Sport (Helene Mayer), Wissenschaft (Friedrich Dessauer) und Politik (Ludwig Landmann).
Offenbar knüpften die Schwestern H. bereits früh Kontakte zu den Theatern der Stadt. Das überregionale Renommee, das das Atelier in den 1920er Jahren erlangte, stand in engem Zusammenhang mit dem fulminanten Aufschwung der Ffter Bühnen unter den Intendanten Carl Zeiß und Richard Weichert sowie dem Bühnenbildner Ludwig Sievert. Mit der Dokumentation von deren Inszenierungen im expressionistischen bis avantgardistisch-sachlichen Aufführungsstil gehörten die Geschwister bald zu den gefragtesten Theaterfotografen, die es sich, anders als ihre männlichen Konkurrenten vor Ort (Gabór Hirsch, Fritz Nippold, Martin Pietsch und Karl Bauermann), leisten konnten, auf Werbeanzeigen in Branchenverzeichnissen oder in Programmheften zu verzichten. Sie inserierten jedoch bereits in den ersten Jahren ihrer Tätigkeit ihre Ab- und Anwesenheit, wie: „Von der Reise zurück. Nini & Carry Hess. Werkstätte für die Lichtbildkunst“ (FZ, 2. Morgenblatt, Nr. 218, 9.8.1917, S. 4). Ihre Aufnahmen von Schauspielerinnen und Schauspielern (Elisabeth Bergner, Käthe Dorsch, Carl Ebert, Heinrich George), Intendanten (Richard Weichert), Regisseuren (Fritz Kortner), Tänzerinnen und Tänzern (Niddy Impekoven, Mary Wigman) sowie Sängerinnen und Sängern (Claire Waldoff), Komponisten (Paul Hindemith) und Dirigenten (Wilhelm Furtwängler) wurden u. a. für Aushänge in den Theaterschaukästen und Autogrammkarten verwendet. Konzentrierten sich die Schwestern anfangs auf Porträts von Schauspielern in Zivil und im Rollenkostüm, nahm die Szenenfotografie – auch dank verbesserter technischer Möglichkeiten – im Laufe der Jahre zu. Diese Aufnahmen nutzten z. B. die Städtischen Bühnen, die den beiden Fotografinnen vertraglich eine Monopolstellung eingeräumt hatten, für die Öffentlichkeitsarbeit, so von 1924/25 bis 1933 zur Gestaltung umfangreicher Programmhefte. Ihre Mitarbeit am „Ffter Theater-Almanach“ kann bereits ab 1917/18 nachgewiesen werden, setzte eventuell sogar früher ein und endete 1929. Bemerkenswert ist der exklusive Hinweis in den Ausgaben von 1917/18 bis 1920/21, dass die meisten Aufnahmen aus der Werkstätte H. stammen würden, obwohl zahlreiche Fotografen an den Heften beteiligt waren. Freilichttheaterfestivals wie die Heidelberger Schlossfestspiele (1927) und die Ffter Römerbergfestspiele (1932) wurden von den Schwestern vor und hinter der Bühne fotografisch begleitet. Eine besondere Rolle in ihrer Arbeit spielte auch die Dokumentation der Entwicklung des Ausdruckstanzes in zahlreichen Porträts von Tänzerinnen und Tänzern, die vor allem in der Zeit von 1920 bis 1926 Gastspiele in Ffm., vorrangig im privat geführten Neuen Theater, gaben. Die Schwestern H. gehörten damit zum kleinen Kreis der auf Tanzfotografie spezialisierten Fotografen.
Eine wesentliche Einnahmequelle bot den Schwestern H. die Veröffentlichung von Fotografien in regionalen und überregionalen Zeitungen und Zeitschriften, u. a. Berliner Morgenpost, Südwestdeutsche Rundfunk-Zeitung, „Das Illustrierte Blatt“, „Das Leben“, „Der Querschnitt“, „Die Dame“, „Scherl’s Magazin“, „Tempo“, „Uhu“. Häufig dienten die Aufnahmen als Ausgangsmaterial zur Gestaltung von Titelseiten und fanden Verwendung in Büchern, etwa in „Briefe an eine Tänzerin“ von Fred Hildenbrandt (mit Aufnahmen der Tänzerin Niddy Impekoven ausschließlich von Nini und Carry H., 1922) und in dem Band „Das deutsche Theater der Gegenwart“, herausgegeben von Max Krell (1923). 1928 erschien „Habima. Hebräisches Theater“, ein Bildband mit 32 Fotografien der Schwestern H. und einem Einführungstext des angesehenen Theaterkritikers Bernhard Diebold. Dieser hatte bereits Mitte der 1920er Jahre in „Deutsche Kunst und Dekoration“ über die Arbeit der beiden Fotografinnen berichtet. Die Bücherschau der in Berlin herausgegebenen Jüdisch-liberalen Zeitung lobte an dem Theaterbuch „Habima“ weniger den Text als die sich stark einprägenden Fotografien. Immer wieder wurden Porträtaufnahmen von Nini und Carry H. in zeittypischen Anthologien veröffentlicht, u. a. in „Das Frauengesicht der Gegenwart“ (Text von Lothar Brieger, 1930), „Menschen der Zeit. Hundert und ein Lichtbildnis wesentlicher Männer und Frauen aus deutscher Gegenwart und jüngster Vergangenheit“ (in der Reihe „Die Blauen Bücher“, 1930) und „Unsere Zeit in 77 Frauenbildnissen“ (1930). Ein kontinuierliches Interesse hatten die Schwestern offenbar am Frauenporträt. Neben der Theater- und Porträtfotografie, die selbstverständlich das Kinderbildnis einschloss, entstanden Aufnahmen gesellschaftlicher Ereignisse (wie Kostümfesten), gelegentlich Fotografien von Tieren, Stillleben, Akte, Dokumentar- und Reportagefotografien (Familie Ludwig Wilhelm von Gans und ihre Villa in Oberursel, 1926; Hagenbecks Indienschau, 1927; Kongress der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit in Ffm., 1929) sowie Stadt- und Architekturbilder (Kloster Eberbach).
Anders als ihre Schwester Carry war Nini H. nicht Mitglied in der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner (GDL). Dennoch beteiligten sich die Schwestern gemeinsam an den Ausstellungen der GDL und publizierten regelmäßig ab 1914 in „Das Atelier des Photographen“, dem späteren Organ der Gesellschaft. Weitere Ausstellungsbeteiligungen (in Auswahl): 1926 Deutsche Photographische Ausstellung in Ffm., wo sich die GDL ebenfalls werbewirksam und geschlossen präsentierte, 1930 internationale Ausstellung „Das Lichtbild“ in München, 1932 Jahresschau „Das deutsche Lichtbild“ in Berlin; außerdem Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Galerien in Berlin (Kunstsalon Martha Göstel, 1929; Kunsthandlung Reuß & Pollack, 1930) und Ffm. (Galerie Ludwig Schames, 1930).
Wie die Schwestern ihre Arbeit organisierten, ist nicht mehr auszumachen. 1927/28 beschäftigten sie Elisabeth Röttgers (1908-?) für drei Monate als Assistentin, die vermutlich nicht die einzige war. Die Aufnahmen wurden in der Regel mit beiden Namen „Nini & Carry Hess“ oder neutral mit „Hess“ gekennzeichnet; im Gegensatz zu Nini trat Carry H. gelegentlich als alleinige Urheberin auf. Dieser Umstand könnte den zurückhaltenden Hinweis des Ffter Fotofachhändlers Paul Knabenschuh von 1952 unterstützen, dass beide Schwestern zwar ausgebildete Fotografinnen gewesen seien, jedoch Carry H. „mehr als Künstlerin anzusprechen“ sei, während „Nini H. die kaufmännische Seite des Ateliers betreut habe“ (Hess. Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 518 Nr. 15256, Bl. 111).
Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage des Fotoateliers dramatisch. Aufträge von Zeitschriften und Zeitungen, die die Hälfte des Geschäfts ausmachten, entfielen ebenso wie die gesamten Einnahmen aus dem nicht überlieferten Vertrag mit den Städtischen Bühnen. Lag der reine Gewinn in den besten Zeiten um 25.000-30.000 Mark im Jahr, sank er nun rapide ab. Während Carry H. noch 1933 Deutschland verließ, um den Versuch zu unternehmen, für sich und ihre Schwester eine neue berufliche Existenz in Frankreich aufzubauen, blieb Nini H. mit der seit 1924 verwitweten Mutter in Ffm. Nini H. führte das Atelier unter gleichem Namen weiter und begann 1935, im Ffter Israelitischen Gemeindeblatt (seit 1937: Jüdisches Gemeindeblatt für die Israelitische Gemeinde zu Ffm.) zu inserieren. Neben Porträtaufnahmen bot sie anfangs noch Fotografien für Reklame und Industrie an. Dieser Bereich verschwand bald aus den Inseraten, deren Offerten sich im Laufe der Zeit, den bedrückenden Gegebenheiten entsprechend, immer stärker minimierten. 1935 folgte der vermutlich erzwungene private Umzug aus dem Einfamilienhaus Unter den Eichen 7 in die Eschersheimer Landstraße 20, da Juden zu dieser Zeit aus gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaften ausgeschlossen wurden. Im September 1938 inserierte H. die „Photographische Werkstätte“ nur noch unter ihrem Namen „Nini Hess (vorm. Nini & Carry Hess)“. In derselben Ausgabe des Jüdischen Gemeindeblatts gratulierte ein kurzer Beitrag zum 25-jährigen Bestehen des Ateliers. Wenige Wochen später, in der Pogromnacht vom 9./10.11.1938, wurde das Atelier mitsamt der wertvollen fototechnischen Ausstattung sowie dem umfangreichen Negativ- und Bildarchiv – dem Lebenswerk der Schwestern H. – komplett zerstört. Eine kleine Anzahl von Kameras, die in der Wohnung in einem Safe aufbewahrt worden waren, wurde bald von der Gestapo abgeholt. Am 1.9.1942 wurde die Mutter Lina H. nach Theresienstadt deportiert, wo sie am 6.1.1943 starb. Nini H. wurde vermutlich ebenfalls 1942 nach Auschwitz deportiert und dort wahrscheinlich im Januar 1943 ermordet.
Weitere Publikationen, in denen Fotografien von Nini und Carry H. veröffentlicht wurden (in chronologischer Reihenfolge): „Niddy Impekoven. Lotte Pritzel-Puppe, Erna Pinner-Puppe, Das Leben der Blume“ (mit Fotografien von Nini und Carry H. und Hanns Holdt, 1920), „Mary Wigman“ (Text von Rudolf von Delius, 1925), Führer der Deutschen Photographischen Ausstellung in Ffm. (1926), „Das Deutsche Lichtbild“ (Jahresschau, hg. v. Hans Windisch, 1927), „Elisabeth Bergner“ (Text von Arthur Eloesser, 11.-16. Aufl. 1927), „Funkköpfe. 46 literarische Porträts“ (hg. v. Karl Wilczynski, 1927), „Der künstlerische Tanz unserer Zeit“ (Text von Hermann und Marianne Aubel, erschienen in der Reihe „Die Blauen Bücher“, 1928), „Niddy Impekoven und ihre Tänze“ (Text von Hans Frentz, 1929), „Tänzerinnen der Gegenwart“ (hg. v. Emil Schaeffer, Bildtexte von Fred Hildenbrandt, 1931), „Männer vor der Kamera. Geschildert von ihren Fotografinnen (mit Bildbeispielen)“ [in: Uhu 9 (1932/33), H. 5, S. 29-31], „Weg und Entfaltung Niddy Impekovens“ (Text von Hans Frentz, 1933), „Von Bismarck bis Picasso“ (Text von Wilhelm Uhde, 1938).
Auf der Gedenktafel (von Clemens C. Strugalla, 2005) der Städtischen Bühnen für ihre Angehörigen, die der Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime zum Opfer fielen, ist auch der Name von Nini H. genannt. Seit 23.6.2014 Stolpersteine für Nini, Carry und Lina H. vor dem Haus Unter den Eichen 7 in Sachsenhausen. Dort, in einem der Einfamilienhäuser der damals neu erbauten Heimatsiedlung, wohnten die beiden Schwestern mit ihrer Mutter Lina H. von 1930 bis 1933 (Emigration von Carry H. nach Frankreich) bzw. 1935 (Umzug von Lina und Nini H. in die Eschersheimer Landstraße 20).
Originale Fotoabzüge und Briefe von Nini und Carry H. liegen verstreut in Museumssammlungen und Archiven sowie in Nachlässen der Porträtierten, u. a. im HMF, im ISG und in der UB Ffm. (dort in der Porträtsammlung Manskopf), in der Theaterwissenschaftlichen Sammlung der Universität Köln (dort ca. 150 Originalabzüge, 1919-33), im Archiv der Akademie der Künste in Berlin (dort Fotografien und Briefe u. a. im Elisabeth-Bergner-, im Carl-Ebert- und im Mary-Wigmann-Archiv) und im Deutschen Literaturarchiv Marbach sowie in Zeitungs- und Zeitschriftenarchiven (z. B. bei „ullstein bild“).
Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen posthum (in Auswahl): „Fotografie 1919-1979 made in Germany. Die GDL-Fotografen“ im Fotomuseum des Münchener Stadtmuseums (1979/80), „‚Im Grunde hasse ich Erinnerungen’. Rundfunk und jüdische Mitarbeiter in Ffm. 1923-1945“ im Funkhaus des Hessischen Rundfunks am Dornbusch in Ffm. (1993), „Fotografieren hieß teilnehmen. Fotografinnen der Weimarer Republik“ im Museum Folkwang in Essen (1994/95), bei der Stiftung „La Caixa“ in Barcelona (1995) und im Jewish Museum in New York City (1995), „Und sie haben Deutschland verlassen... müssen. Fotografen und ihre Bilder 1928-1997“ im Rheinischen Landesmuseum in Bonn (1997), „Auf geradem Weg zwischen Bildnerei und Technik: Fotografien von Nini & Carry Hess 1920-1933“ in Schloss Wahn in Köln (2002), „Künstlerinnen im Dialog“ im Verborgenen Museum in Berlin (2017) und „Moderne am Main 1919-1933“ im Museum Angewandte Kunst in Ffm. (2019). Das Museum Giersch der Goethe-Universität in Ffm. plant für Frühjahr/Sommer 2021 eine Ausstellung über Leben und Werk der Schwestern H.

Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Ulrike May.

Literatur:
                        
Der Cicerone. [Wechselnde Untertitel, u. a.: Halbmonatsschrift für die Interessen des Kunstforschers & Sammlers.] 22 Jahrgänge. Leipzig 1909-30.Schwabacher, Sascha: Ffter Ausstellungen. In: Der Cicerone 22 (1930), H. 20, S. 204. | Dewitz, Bodo von (Hg.)/Lebeck, Robert (Bearb.): Kiosk. Eine Geschichte der Fotoreportage 1839-1973. [Katalog zur Ausstellung im Museum Ludwig/Agfa-Foto-Historama Köln.] Göttingen 2001.Dewitz (Hg.)/Lebeck (Bearb.): Kiosk 2001, S. 119, 305. | Diebold, Bernhard (Einführung)/Hess, Nini und Carry (Fotografien): Habima. Hebräisches Theater. Berlin 1928.Diebold (Einf.)/Hess, Nini u. Carry (Fotogr.): Habima. Hebräisches Theater 1928. | Deutsche Kunst und Dekoration. Illustrierte Monatshefte für moderne Malerei, Plastik, Architektur, Wohnungs-Kunst und künstlerische Frauen-Arbeiten. 74 Bde. Stuttgart u. a. 1897-1934.Warstat, Willi: Künstlerische Kultur im Photographischen Kinderbildnis. In: Dt. Kunst u. Dekoration 48 (1921), S. 95, 112. | Deutsche Kunst und Dekoration. Illustrierte Monatshefte für moderne Malerei, Plastik, Architektur, Wohnungs-Kunst und künstlerische Frauen-Arbeiten. 74 Bde. Stuttgart u. a. 1897-1934.Diebold, Bernhard: Lichtbilder von Nini und Carry Hess. In: Dt. Kunst u. Dekoration 55 (1924/25), S. 348-354. | Deutsche Kunst und Dekoration. Illustrierte Monatshefte für moderne Malerei, Plastik, Architektur, Wohnungs-Kunst und künstlerische Frauen-Arbeiten. 74 Bde. Stuttgart u. a. 1897-1934.Warstat, Willi: Wiedergeburt des Deutschen Lichtbildes. Zum Mimosa-Wettbewerb der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner. In: Dt. Kunst u. Dekoration 61 (1927/28), H. 1, S. 140, 142. | Eskildsen, Ute: Fotografieren hieß teilnehmen. Fotografinnen der Weimarer Republik. Düsseldorf 1994.Eskildsen: Fotografieren hieß teilnehmen 1994, S. 24, 30f., 33, 241, 315, 318. | Evers, Bernd (Hg.)/Kühn, Christine: Neues Sehen in Berlin. Fotografie der Zwanziger Jahre. [Katalog zur Ausstellung der Kunstbibliothek, Museum für Fotografie, Staatliche Museen zu Berlin.] Berlin 2005.Evers (Hg.)/Kühn: Neues Sehen in Berlin 2005, S. 11, 37, 142, 171. | Fotogeschichte. Beiträge zur Geschichte und Ästhetik der Fotografie. Bisher 39 Jahrgänge (154 Hefte). Marburg 1981-2019.Hellhammer, Anja: Potential der Provinz. Zum theaterfotografischen Werk von Nini & Carry Hess. In: Fotogeschichte 20 (2000), H. 75, S. 45-58. | Auf geradem Weg zwischen Bildnerei und Technik: Fotografien von Nini & Carry Hess 1920-1933. [Katalog zur Ausstellung der Theaterwissenschaftlichen Sammlung der Universität zu Köln in Schloss Wahn.] [Köln] 2002.Kat. Auf geradem Weg zwischen Bildnerei u. Technik 2002. | Klemp, Klaus/Sellmann, Annika/Wagner K, Matthias/Weber, Grit: Moderne am Main 1919-1933. Stuttgart/Ffm. [2019].Klemp u. a.: Moderne am Main 2019, S. 256-261, 298. | Kräussl, Lothar: Fotografie zwischen Handwerk – Kunsthandwerk – Kunst. Die Geschichte und Entwicklung der „Gesellschaft Deutscher Lichtbildner“ seit 1919. Diss. Osnabrück 1988.Kräussl: Fotografie zw. Handwerk – Kunsthandwerk – Kunst 1988, S. 86-88. | Matthias, Agnes (Hg.): KunstFotografie. Katalog der Fotografien von 1839 bis 1945 aus der Sammlung des Dresdner Kupferstichkabinetts. Dresden 2010.Matthias (Hg.): KunstFotografie 2010, S. 209f. | Tanzdrama. Magazin. Hg.: Mary-Wigman-Gesellschaft e. V. 67 Nummern. München u. a. 1987/88-2002.Hellhammer, Anja: Von den Konturen des Körpers. Tanzfotografien von Nini und Carry Hess. In: Tanzdrama 12 (1999), Nr. 49, S. 18-22. | Uhu. Das neue Ullsteinmagazin. [Früherer Untertitel: Das neue Monatsmagazin.] 10 Jahrgänge. Berlin 1924/25-1934.Heß [sic!], Nini und Carry, u. a.: Männer vor der Kamera. Geschildert von ihren Fotografinnen (mit Bildbeispielen). In: Uhu 9 (1932/33), H. 5, S. 29-31. | Heer, Hannes/Fritz, Sven/Drummer, Heike/Zwilling, Jutta: Verstummte Stimmen. Die Vertreibung der „Juden“ und „politisch Untragbaren“ aus den hessischen Theatern 1933 bis 1945. Berlin 2011. (Schriften der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen 27).Verstummte Stimmen 2011, S. 375f.
Quellen: Adressbuch der Stadt Ffm., 1832-2003.Adr. 1904-43. | Archiv der Akademie der Künste, Berlin.Archiv d. Akademie der Künste, Berlin, Carl-Ebert-Archiv (Fotografien und Briefe) u. a. | Arolsen Archives, International Center on Nazi Persecution, International Tracing Service (ITS), Bad Arolsen.Arolsen Archives, International Tracing Service (ITS), Bad Arolsen, Dokumente zu Carry, Nini und Lina Hess. | Berliner Börsen-Courier. Berlin 1868-1933.Eggebrecht, Axel: „Photoausstellung Heß“ in der Buchhandlung Reuß & Pollack. In: Berliner Börsen-Courier, Nr. 447, 25.9.1926. | Berliner Tageblatt und Handelszeitung (BT). Berlin 1872-1939.Hildenbrandt, Fred: Photographien. Ausstellung von Nini und Carry Hess (Ffm.). In: Berliner Tageblatt, Nr. 193, 24.4.1929. | Ffter Allgemeine Zeitung. Ffm. 1949-heute.Schülke, Claudia: Lebensläufe, Karrieren, Katastrophen. Eine Ausstellung über die jüdischen Mitarbeiter des Ffter Senders von 1923 bis 1945. In: FAZ, Nr. 58, 10.3.1993, S. 46 (mit der falschen Angabe, dass beide Schwestern Hess in Auschwitz ermordet worden seien). | Ffter Rundschau. Ffm. 1945-heute.Hartmann, Andreas: Frauen ohne Gesicht. (...) Das Museum Giersch sucht Bilder der einst berühmten Ffter Fotografinnen Nini und Carry Hess. In: FR, 7./8.3.2020. | Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Ffm. Titel seit 1929: Ffter Israelitisches Gemeindeblatt; seit Ende 1937: Jüdisches Gemeindeblatt für die Israelitische Gemeinde zu Ffm. 17 Jahrgänge. Ffm. 1922-38.25 Jahre Photographisches Atelier Hess. In: Gemeindeblatt d. Israelit. Gemeinde Ffm. 16 (1937-38), Nr. 12, Sept. 1938, S. 22. | Hessisches Landesarchiv, Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden.HLA, Hess. Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 518 Nr. 15256 (Carry Hess). | Hessisches Landesarchiv, Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden.HLA, Hess. Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Bestand 518 Nr. 15334 (Lina Hess). | ISG, Bestand NS-Verfolgte, 1945-58.ISG, NS-Verfolgte 2.643. | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/11.545. | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S3 (mit Kleinschriften, bes. Zeitungsausschnitten, zur Ortsgeschichte).ISG, S3/R 5.568 (Fotoatelier „Nini und Carry Hess“). | Jüdische Gemeindezeitung Fft. Amtliches Organ der Jüdischen Gemeinde Fft. Bisher 52 Jahrgänge. Ffm. 1968-2019.Hellhammer, Anja: Gesichter einer Epoche: Die Ffter Photographinnen Nini & Carry Hess. In: Jüd. Gemeindezeitung Fft. 37 (2004), H. 1 (April), S. 39. | Jüdisch-liberale Zeitung. Berlin/Breslau 1920/21-34.Margolius, Hans: „Habima“ – Zweiunddreißig Bilder mit einer Einführung von Bernhard Diebold, Berlin-Wilmersdorf 1928. In: Jüdisch-liberale Zeitung 8 (1928), Nr. 37, 14.9.1928, o. S. | Vossische Zeitung. Berlin 1751/1911-34.ss: Kunst-Umschau. Das Gesicht der Menschen. In: Vossische Zeitung, Unterhaltungsblatt, Nr. 97, 26.4.1929.
Internet: Bundesarchiv, Gedenkbuch für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, Onlineversion. https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/
Hinweis: Einträge für Nini und Lina Hess.
Bundesarchiv, Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung in Deutschland, 28.2.2020.
| Internetpräsenz des Rundfunksenders „Deutsche Welle“ (DW), Bonn. https://www.dw.com/de/vergessene-fotografien/a-499055
Hinweis: Artikel „Vergessene Fotografien“ von Petra Tabeling über die Ausstellung mit Fotografien von Nini und Carry Hess in Schloss Wahn, Köln, 2002.
Dt. Welle, 28.2.2020.
| Ffm. 1933-1945, Internetportal des ISG zur Geschichte der Stadt Ffm. im Nationalsozialismus, hier: Verzeichnis der Gedenktafeln und Gedenkstätten zu Verfolgung und Widerstand in der NS-Zeit, Ffm. https://www.frankfurt1933-1945.de/nc/beitraege/show/1/thematik/gedenken-an-den-staedtischen-buehnen/artikel/zwischen-bildnerei-und-technik-die-theaterfotografinnen-nini-hess-1884-unbekannt-und-carry-cornelia-hess-1889-1957/
Hinweis: Artikel von Heike Drummer/Jutta Zwilling: Zwischen Bildnerei und Technik: Die Theaterfotografinnen Nini Hess (1884-unbekannt) und Carry-Cornelia Hess (1889-1957), 1.1.2010.
Ffm. 1933-1945, Gedenken, 28.2.2020.
| FotografenWiki, digitales Fotografen-Lexikon. http://www.fotografenwiki.org/index.php/Nini_und_Carry_HessFotografenWiki, 28.2.2020. | Jewish Women’s Archive (JWA), Brookline/Massachusetts (USA). https://jwa.org/encyclopedia/article/hess-nini-and-carry-hess
Hinweis: Artikel von Anja Hellhammer über Nini Hess (teilweise fehlerhaft, u. a. falsche Angaben der Lebensdaten von Nini Hess und zu Mitgliedschaft in der GDL) in „The Encyclopedia of Jewish Women“, 27.2.2009.
Jewish Women’s Archive, 28.2.2020.
| Stolpersteine in Ffm., Internetdokumentation der Initiative Stolpersteine in Ffm. e. V., Ffm. http://www.stolpersteine-frankfurt.de/downloads/doku2014.pdf
Hinweis: Initiative Stolpersteine Ffm., 12. Dokumentation 2014, S. 72.
Stolpersteine in Ffm., 28.2.2020.


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Empfohlene Zitierweise: May, Ulrike: Hess (auch: Heß), Nini. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/5363

Stand des Artikels: 7.3.2020
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 03.2020.